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"Schluss mit Lustig!"

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Mit seiner Rückkehr in den Kreis der WM-Kandidaten hat Michael Schumacher für das Duell mit Titelverteidiger Fernando Alonso eine gewaltige Portion Selbstvertrauen getankt. Das rote Lager riskiert einen Tag nach dem Rennen in Bahrain eine große Klappe.

13.03.2006

Mit seiner Rückkehr in den Kreis der WM- Kandidaten hat Michael Schumacher für das Duell mit Titelverteidiger Fernando Alonso eine gewaltige Portion Selbstvertrauen getankt. "Es ist schön, wieder kämpfen zu können - das habe ich mir gewünscht. Ich freue mich tierisch auf die Saison", schrieb der siebenmalige Formel-1-Weltmeister auf seiner Homepage einen Tag nach seinem große Begeisterung entfachenden zweiten Platz beim Großen Preis von Bahrain.

Der sonst auf die Euphoriebremse tretende Ferrari-Fahrer gab vor dem zweiten WM-Lauf am Sonntag in Malaysia verbal Gas: "Ich wüsste nicht, warum wir da nicht gut aussehen sollten. Wir sind jetzt alle heiß darauf, dass es so weiter geht."

Noch deutlicher fiel die Kampfansage an Alonso von Schumacher-Manager Willi Weber aus. "Bahrain war stark, aber jetzt ist Schluss mit lustig: Nächste Woche gewinnt Michael", sagte er der "Bild"-Zeitung. Renault-Teamchef Flavio Briatore werde schon bald ruhiger werden, tönte Weber.

Jean Todt: "Scheiße fressen hilft"

Das Zittern bei Ferrari war vor dem Auftakt groß gewesen, die Zuversicht danach aber um einiges größer. "Manchmal hilft es, wenn man Scheiße frisst", meinte Ferrari-Direktor Jean Todt, nachdem die Mythos-Marke aus Maranello im vergangenen Jahr Rückschläge en masse verkraften musste. "Wir wissen doch alle, wie schwer in der Formel 1 selbst kleinste Fortschritte zu machen sind - insofern ist es nahezu unglaublich, dass wir diese große Lücke geschlossen haben", pflichtete Schumacher bei. Mit 20 Stunden Abstand bezeichnete der Kerpener den zweiten Platz in der Wüste von Sakhir als "phänomenal".

Durchschnittlich 9,38 Millionen Zuschauer hatten den Grand-Prix-Knüller bei RTL live verfolgt - und damit über zwei Millionen mehr als vor einem Jahr.

Auch die internationale Presse reagierte mit Überschwang und Superlativen auf den "wohl viel versprechendsten Start seit vielen Jahren" (Max Mosley, Präsident des Internationalen Automobilverbandes FIA). "Es war ein Superstart in die Weltmeisterschaft mit einem Sieg des Titelträgers vor einem Roten Baron, der wieder auf seinem höchsten Niveau angekommen ist", schrieb die französische Zeitung "Le Figaro" am Montag.

"Das blühende Leben"

Schumacher habe sich "frisch wie das blühende Leben präsentiert", befand die "Libération." In Alonsos Heimat Spanien schrieb "Sport": "Alonso behält im Duell der Titanen die Oberhand." Die Sportzeitung "Marca" meinte: "Der Weltmeister erteilte Schumacher die erste Lektion der Saison." Die "Bild"-Zeitung titelte: "Schumi kann's noch!", und in kleineren Lettern darunter: "aber Alonso noch besser."

Fest steht, dass der Scuderia mit dem F248 F1 wieder ein Auto gelungen ist, mit dem Schumacher um Sieg und Titel fahren kann. "Es ist offenkundig, dass wir ein gutes Auto und ein gutes Paket haben", unterstrich Teamchef Todt. "Ferrari hat Michaels großen Wunsch nach einem starken Auto erfüllt. Das ist großartig", sagte Weber. Zu einer früheren Entscheidung über seine weitere Karriere wolle sich sein Schützling deswegen aber nicht hinreißen lassen. "So euphorisch und happy wir jetzt sind - wir warten mit der Entscheidung bis zum Sommer", erklärte Weber.

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