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Schmidts Formel 1-Blog

Ein Orden für Whitmarsh

Foto: xpb 47 Bilder

Formel 1-Experte Michael Schmidt bedankt sich in seinem aktuellen Blog bei McLaren für den Verzicht auf Stallregie. Den spannenden Zweikampf zwischen Perez und Button in Bahrain bezeichnet er als echten Dienst an den Fans.

23.04.2013 Michael Schmidt

Die Erinnerung ist noch frisch. Vor 2 Rennen nach dem GP Malaysia haben wir uns alle über das Wort Stallregie aufgeregt. Weil Red Bull und Mercedes ihre Fahrer an die Kandare genommen haben um das Rennen auf den Plätzen 1 und 2 respektive 3 und 4 nach Hause zu schaukeln. Bei Mercedes haben die Fahrer den Befehl befolgt, bei Red Bull nicht.

Das hat uns immerhin 2 Wochen lang ein bisschen Hollywood außerhalb der Rennstrecke beschert. Doch für den Sport war es schon bedenklich, dass bereits im zweiten Grand Prix der Rechenschieber ausgepackt wurde. Auch wenn es in beiden Fällen technische Hintergründe gab und nicht darum ging, einen der beiden Fahrer zu bevorzugen.

McLaren verschenkt besseres Ergebnis

Aber hätte McLaren am letzten Wochenende nicht auch die Technik als Ausrede dafür hernehmen können, Jenson Button und Sergio Perez einzubremsen? Wie einfach wäre es gewesen mit Spritnöten und hohem Reifenverschleiß zu argumentieren.

Hätte der Kommandostand den schnelleren Perez an Button vorbeigelotst, dann wäre der Mexikaner vielleicht Fünfter statt Sechster geworden, und Button hätte sich nicht im Duell gegen seinen Teamkollegen die ohnehin stärker strapazierten Reifen verheizt. Dann wäre der Engländer vielleicht mit 3 statt 4 Stopps über die Distanz gekommen und auf Rang 8 statt auf Platz 10 gelandet.

So gesehen hat der englische Rennstall am letzten Wochenende 5 WM-Punkte verschenkt. McLaren hatte also gute Gründe, seine Fahrer fernzulenken und sei es nur aus Angst, dass sie sich gegenseitig in die Kiste fahren. Immerhin haben sich Perez und Button 3 Mal berührt.

Whitmarsh lässt McLaren-Piloten freie Hand

Nein, McLaren ließ seine Piloten 40 Runden lang im offenen Duell gegeneinander fahren. Ein echter Dienst an den Fans. Dafür verdient Teamchef Martin Whitmarsh Applaus. Er lässt Red Bull und Mercedes im Nachhinein dumm dastehen, weil er etwas gemacht hat, was angeblich nicht geht.

McLarens Politik der langen Leine könnte Signalwirkung haben. Red Bull, Mercedes und auch Ferrari werden es sich in Zukunft doppelt genau überlegen, ob sie noch einmal ins Renngeschehen eingreifen. Der Aufschrei bei den Fans wäre nämlich noch viel größer als nach Malaysia. Sie würden denen, die weiter auf Stallregie setzen, das Beispiel McLaren unter die Nase reiben.

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