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Schmidts F1-Blog

Lasst die Leute Rennen fahren!

Hülkenberg vs. Kvyat - GP Malaysia 2015 Foto: xpb 79 Bilder

Die Formel 1 fällt in alte Untugenden zurück. Sie beginnt schon wieder kleinlich zu werden. Die Startplatzversetzung von Romain Grosjean war genauso unnötig wie die Strafen für die Force India-Piloten wegen der Kollisionen im Rennen. Das gehört zum Rennsport, meint Michael Schmidt.

04.04.2015 Michael Schmidt

Eigentlich sollte die Formel 1 in schweren Stunden alles dafür tun, für Action zu sorgen. Im letzten Jahr einigten sich Bernie Ecclestone, die Rennleitung und die Sportkommissare darauf, die Fahrer nicht mehr wegen jeder Lappalie zu bestrafen. Einerseits um Strafen zu vermeiden, die keiner versteht. Andererseits, um sie zu animieren, auf der Rennstrecke gegeneinander zu kämpfen.

In Malaysia fielen die Schiedsrichter der Formel 1 wieder in ihren alten Trott zurück. Man strafte, was das Zeug hielt. Wozu Romain Grosjean zwei Startplätze zurück musste, versteht kein Mensch. Der Franzose reihte sich im Q2 in der Boxengasse mitten in die Schlange ein, die darauf wartete, dass die Trainingssitzung freigegeben wird. Es herrschte Hektik, weil Regen drohte.

Eigentlich hätte Grosjean warten müssen. Aber hat er sich dadurch einen Vorteil verschafft oder einem anderen irgendetwas weg genommen? Jeder in der großen Schlange hatte das Problem, Platz zum Vordermann zu schaffen. Egal, ob in der Mitte oder hinten.

FIA-Kommissare verteilen zu harte Strafen

Das sind Urteile, die man keinem erklären kann. Also lasst sie weg. Gleichzeitig werden zwei Manor zum Start zugelassen, die es eigentlich nicht verdient haben. Da fehlt die Konsequenz. Ich kann nicht auf der einen Seite streng nach Buchstaben des Gesetzes handeln und dann beide Augen zudrücken, nur weil es irgendjemand politisch in den Kram passt.

Auch die Strafen für Nico Hülkenberg und Sergio Perez waren übertrieben. Das waren Kollisionen, wie sie im harten Zweikampf einfach vorkommen. Daniil Kvyat hätte sich eigentlich denken können, dass in Kurve 2 noch einer innen durch will. In der Kurve davor lagen er, Teamkollege Ricciardo und Hülkenberg praktisch nebeneinander. Dass die anderen zwei sich nicht in Luft auflösen würden, war klar.

Der Russe wäre auch dann vorne geblieben, wenn er Hülkenberg mehr Platz gelassen hätte. Und Perez ging schlicht der Platz aus. Der Mexikaner hat sich nicht absichtlich nach außen treiben lassen. Den Force India drückte es in der schnellen Linkskurve einfach immer weiter in die Spur von Romain Grosjean. Wir wissen ja, dass der Force India nicht gerade den überragenden Abtrieb hat. Aus Sicht von Grosjean muss man da sagen: Pech gehabt.

Wir wollen Zweikämpfe auf der Strecke sehen, also müssen wir solche Szenen akzeptieren. Wenn nicht, wird es wieder so langweilig wie in der DTM, wo sich keiner traut zu überholen.

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