Jetzt kostenlos herunterladen

In unserer neuen auto motor und sport BOXX stellen wir die besten Tests, Reportagen und Hintergründe zu Sammlungen vor.

Völlig neu aufbereitet mit großen Bilder, tollen Videos, ausführlichen Daten. Ohne Werbung.

Probieren Sie es gleich aus!

Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Schmidts F1-Blog

McLaren in der Klemme

Stoffel Vandoorne - McLaren - Formel 1 - Test - Barcelona - 9. März 2017 Foto: Stefan Baldauf 44 Bilder

Dem neuen Honda-Motor fehlt es an Leistung und Zuverlässigkeit. McLaren sieht einer weiteren Pannensaison entgegen, hat aber keine Alternativen. Man kann nur darauf hoffen, dass Honda den Stecker zieht, meint Michael Schmidt in seinem Blog.

19.03.2017 Michael Schmidt 7 Kommentare

McLaren-Honda wollte 2017 um Siege mitfahren. Nach dem Stand der Winter-Testfahrten wird die frühere Erfolgsgemeinschaft aber eher Letzter als Erster. Honda verbrauchte an 8 Tagen 6 Motoren. Wenn der neue V6-Turbo mal lief, produzierte er nicht mehr Power als das Triebwerk von 2015. Also mindestens 100 PS weniger als der Rest.

McLaren sitzt in der Honda-Falle. Es droht eine weitere Saison der Pleiten, Pech und Pannen. Bei dem Ausmaß der Probleme, die den Testbetrieb in Barcelona störten, ist auch keine schnelle Besserung zu erwarten. Honda wusste ja noch nicht einmal, warum die Motoren kaputtgehen. Eigentlich hilft nur eine Wunderheilung. In den Turbo-Tagen der 80er Jahre hat Honda einmal innerhalb von 2 Monaten einen komplett neuen Motor aus dem Hut gezaubert. Das geht mit den Herz-Lungen-Maschinen der Hybrid-Ära nicht mehr.

Keiner will Honda in den Rücken fallen

McLaren hört sich in seiner Not bereits nach Ersatz um. Doch der zweitälteste Rennstall der Formel 1 wird nicht mit offenen Armen empfangen. Nicht, dass McLaren kein attraktiver Kunde wäre. Aber Mercedes, Ferrari und Renault wollen Honda nicht in den Rücken fallen. Sie wollen den japanischen Hersteller im Geschäft halten, vor allem auch, da kein anderer Interesse an der Königsklasse zeigt.

McLaren hat einen langfristigen Vertrag mit Honda. Die Japaner liefern die Motoren umsonst, bezahlen die Hälfte der Fahrergehälter und treten praktisch als Hauptsponsor auf. Alles zusammen beläuft sich auf einen Gegenwert von rund 70 Millionen Euro. McLaren braucht dieses Geld. Das Auto ist weitgehend frei von Sponsoren.

Image-Schaden für Honda unvermeidlich

Es wäre wahrscheinlich kein Problem für McLaren, den Vertrag vorzeitig zu beenden. Die Fortsetzung ist mit Sicherheit an bestimmte Leistungen gebunden, die Honda derzeit nicht erbringt. Doch wenn McLaren kündigt, gibt es auch keine Entschädigung. Dann muss das Team einen anderen Motor teuer einkaufen, die Fahrer selbst bezahlen und Sponsoren finden, was angesichts der zu erwartenden Ergebnisse schwierig wird.

McLaren kann eigentlich nur darauf hoffen, dass Honda selbst das Handtuch wirft. Nur dann gibt es eine Abfindung. Doch wird sich Honda das antun? Es wäre ein doppelter Gesichtsverlust. Man müsste zugeben, dass man an der Hybrid-Formel gescheitert ist, und dass man für dieses Scheitern auch noch bezahlt.

Neuester Kommentar

Das 2016er Triebwerk kann nicht in das aktuelle Chassis eingebaut werden.

Es wurde bei den Tests auch kein einziges Triebwerk zerstört, sie sind nur heruntergefahren worden. Kleiner Unterschied.

Wer glaubt dass McLaren mit Mercedes Motoren wirklich gewinnen würde hat keine Ahnung, denn solange es nicht die Petronas Lubrifikanten dazu gibt, die alleine schon 40 hp ausmachen, wird das nix. Außerdem ist Castrol neu im Geschäft, es ist ja kein Zufall dass auch der neue Renault so seine Problemchen hat. Das hat Boullier nur gesagt um denen bei Honda ein bisschen Gas zu geben, denn Japaner können manchmal etwas stur sein.
Und Honda hat nach meinen Informationen den "Fehler" gemacht zuviel auf einmal zu wollen. Hasegawa wollte gleich Nägel mit Köpfen machen nicht wie sein Vorgänger. Nicht nur die neue Vorkammereinspritzung mit Doppelnadel sondern auch gleich den Split-Turbo a la Mercedes. Dass es bei diesem Mammutprogramm Probleme gibt ist ja wohl klar. Aber die Mapping Probleme die in die Zündung und die neue Einspritzung hineingehaut und lauter Kurze verursacht haben sollte man bis MB eigentlich in den Griff bekommen. Dann sehen wir mal. Ab Barcelona müsste das Ding eigentlich laufen. Sonst kommt unter Garantie Mario Illien.

Megatron 21. März 2017, 21:17 Uhr
Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden