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Schmidts F1 Blog

McLaren lenkt von Misere ab

Ron Dennis - McLaren - 2014 Foto: xpb 51 Bilder

McLaren-Chef Ron Dennis meint, dass McLaren-Honda einen Top-Fahrer brauche, und dass es davon nur zwei im Feld gebe: Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Für F1-Experte Michael Schmidt klingt das nach Verzweiflung, wie er in seinem Blog schreibt.

23.05.2014 Michael Schmidt

McLaren steckt in der Krise. Im Jahr vor dem Comeback von Honda läuft es sportlich nicht rund. Nach fünf Rennen ist McLaren das schlechteste Mercedes-Team. Seit drei Rennen kam kein einziger Punkt mehr auf das Konto.

Hauptsponsor Fehlanzeige. Auch der neue Investor, den Ron Dennis seinen Anteilseignern aus Bahrain verspricht, ist noch nicht gefunden. Er soll aus China kommen, aber er hat noch nicht bezahlt. Insider berichten, dass Ron Dennis bis zum Ende des Jahres Zeit hat, die Anteile zu verkaufen. Falls nicht, ist sein Putsch zurück an die Spitze der Firma gescheitert.

Hat McLaren die Saison 2014 abgeschrieben?

Doch um Sponsoren und Investoren anzulocken bräuchte das Team gute Resultate auf der Rennstrecke. Deshalb hat Rennleiter Eric Boullier fünf Rennen lang gebetsmühlenartig versprochen, dass man auf dem richtigen Weg sei, entsprechende Entwicklungen in der Hinterhand habe und damit rechne, noch ein Rennen zu gewinnen. Angesichts des Vorsprungs von Mercedes eine Lachnummer. Jetzt hat Boullier seine Taktik geändert. Man arbeite bereits voll für das Jahr 1 mit Honda.
 
Nun hat sich auch Ron Dennis über die italienische Tageszeitung Corriere della Sera zu Wort gemeldet. Der gewiefte Taktiker weiß, wie man Hoffnung verkauft. Ein Team wie McLaren-Honda brauche einen Top-Fahrer, erzählte Dennis. Von denen gebe es derzeit zwei im Feld: Fernando Alonso und Sebastian Vettel. Beide haben zwar Verträge mit ihren Teams, aber Dennis rechnet offenbar damit, dass bei Alonso und Vettel mit jedem nicht gewonnenen Rennen der Frustfaktor steigt.

Button, Hamilton und Räikkönen nicht auf der Liste

In dem Zusammenhang muss man sich fragen, wie sich Jenson Button fühlen muss. Heißt das im Umkehrschluss, dass der Weltmeister von 2009 kein Top-Fahrer mehr ist? Muss Button das als Misstrauensvotum auffassen?

Und was ist mit WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton? Ist der nach seinem Wechsel von McLaren zu Mercedes kein Top-Fahrer mehr? Auch Kimi Räikkönen bleibt unerwähnt. Die Nummer klingt schwer nach Verzweiflungstat. Da will einer sein Team schön reden, weil der Erfolg auf der Rennstrecke ausbleibt.

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