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Schmidts F1-Blog

Mercedes-Versöhnung bis wann?

Nico Rosberg & Lewis Hamilton - Formel 1 2014 Foto: Wolfgang Wilhelm 110 Bilder

In Monte Carlo kam es zum ersten Krach zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Jetzt haben sie sich die Mercedes-Fahrer wieder versöhnt. Alles schon mal dagewesen, meint F1-Experte Michael Schmidt in seinem Blog. Das war bei Alain Prost und Ayrton Senna nicht anders.

02.06.2014 Michael Schmidt

Was wäre der GP Monaco gewesen ohne den Rosberg-Verbremser am Samstag und Hamiltons finstere Miene am Sonntag? Eine weitere erste Startreihe in Silber, ein weiterer Mercedes-Doppelsieg. Abgehakt. Am Dienstag nach dem Rennen wäre die Berichterstattung schon wieder eingeschlafen. Was die Mercedes-Piloten am Monaco-Wochenende geboten haben, war so gut, dass man meinen könnte, es wäre für die Medien inszeniert worden.

Da war alles drin, was dieser Sport braucht. Ein Duell auf und neben der Piste. Ein Psychokrieg mit allen Mitteln. Ein Lager-Konflikt für die Fans. Endlich konnten sich die Anhänger von Nico Rosberg und Lewis Hamilton positionieren. Emotionen schaffen Interesse. Das ewige Schöngerede, das nur den Marketingmenschen gefällt, ist eine Schlaftablette. Davon hatten wir in den letzten fünf Jahren genug.

Hamilton gibt Aussöhnung per Twitter bekannt

Inzwischen hat Hamilton getwittert, dass man sich ausgesöhnt und die Freundschaft weiter Bestand habe. Doch wie lange? Bis zum nächsten Rennen? Hamilton wäre reichlich naiv, wenn er das glauben würde. Er müsste sich eigentlich besser kennen. Hamilton ist ein Racer, einer von der Sorte, die alles an sich raffen und den anderen nichts übrig lassen.

Rosberg befindet sich gerade auf dem Weg dorthin. Daran ist gar nichts auszusetzen. Erfolgreiche Rennfahrer müssen so gestrickt sein. Gerhard Berger hat einmal gesagt, dass ihm zu Ayrton Senna die Rücksichtslosigkeit, der Egoismus und die absolute Fixiertheit auf ein Ziel gefehlt habe. Mit anderen Worten: Er war zu nett.

Hamilton und Rosberg können keine Freunde sein

Mercedes-Teamchef Toto Wolff hat in Monaco festgestellt, dass zwei Rennfahrer, die um ein so hohes Ziel kämpfen, gar keine Freunde sein können. Absolut richtig. Sonst wären sie keine Weltmeister. Die Geschichte zwischen Hamilton und Rosberg beginnt an die zwischen Alain Prost und Ayrton Senna zu erinnern. Auch ihr Verhältnis war zunächst von großem Respekt geprägt. Auch sie saßen in einem überlegenen Auto, das keinem Dritten eine Chance ließ.

Und dann reichte eine kleine Episode, und aus dem Stallduell wurde Krieg. Die beiden haben sich hinterher gefühlte zehn Mal versöhnt und die Hände geschüttelt. Das hielt immer nur bis zum nächsten Zwischenfall. Und der wird auch bei Hamilton und Rosberg wieder kommen. Mercedes tut gut daran, den Ereignissen freien Lauf zu lassen.

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