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Schmidts F1 Blog

Die neue Lockerheit der Formel 1

Lewis Hamilton - GP Kanada 2017 Foto: xpb 64 Bilder

Die Formel 1 sagt nicht mehr nein, sondern ja. Plötzlich sind Dinge möglich, die früher unmöglich waren. Dem Sport tun die Showelemente gut. Der Fan zahlt zwar immer noch viel Geld, aber er bekommt mehr Action dafür, meint Michael Schmidt.

15.06.2017 Michael Schmidt

Der neue Formel 1-Chef Chase Carey sagte kürzlich in einem Interview auf die Frage, was sich in der Amtszeit von Liberty Media im Vergleich zu früher geändert habe: „Vor unserer Zeit lautete die Antwort auf jede Frage Nein. Wir sagen Ja.“ Tatsächlich sind in den ersten sieben Rennen des Jahres rund um die Rennstrecke Dinge passiert, die früher nicht möglich waren.

Spektakuläre PR-Aktionen

Der kleine Junge, der in Barcelona von der Tribüne ins Fahrerlager gebracht wurde, damit er seinen großen Helden Kimi Räikkönen treffen kann. Lewis Hamilton, der in Montreal auf der Rennstrecke für seine 65. Pole Position einen Senna-Helm überreicht bekommt. Fernando Alonso, der ohne Aufforderung von höherer Stelle nach seinem Ausfall beim GP Kanada auf die Tribüne springt und seine Handschuhe ins Publikum wirft.

Die Wiedergeburt des Bootsrennens von Montreal. Das Aufgebot an Ex-Rennfahrern, die von dem neuen Formel 1-Management mit Fahrerlager-Tickets versorgt werden, allerdings mit dem klaren Auftrag dem Sport etwas zurückzugeben.

Auch den Seitensprung von Fernando Alonso nach Indy steckten die neuen Hausherren locker weg. Sie sahen darin keine Gefahr für die Königsklasse, sondern extra Publicity. Teams und Fahrer sind mutiger und offener in ihren Fan-Aktionen geworden. Noch in diesem Sommer wird ein Show-Event für die Fans aufgeführt, wie es die GP-Welt noch nie erlebt hat.

Keiner hätte Ecclestone gefragt

Liberty Media weiß, dass ein Autorennen allein nicht ausreicht, um die Fans in den Sport zu ziehen oder sie dort zu halten. Jetzt alles schlechtreden, was Bernie Ecclestone gemacht hat, wäre auch nicht fair. Die Aktion mit dem Jungen in Barcelona oder dem Senna-Helm in Montreal hätte es auch bei Bernie gegeben. Wenn man ihn gefragt hätte.

Doch sein System war so aufgebaut, dass sich keiner traute, den großen Mr. E zu fragen. Das heilige Protokoll durfte auf keinen Fall verletzt werden. Heute verrutscht schon mal etwas im Übereifer. Dann tauchen die Fahrer zu spät zum Interview auf oder das Foto der drei Trainingsschnellsten wird um ein Haar vergessen. Was soll‘s.

Der Formel 1 tut die neue Lockerheit gut. Und die Fans haben nicht mehr das Gefühl, nur abgezockt zu werden. Sie müssen immer noch viel Geld für ein Formel 1-Ticket zahlen. Aber es gibt jetzt was obendrauf, was nicht obendrauf kostet.

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