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Schmidts F1-Blog

Safety-Car Start - das ist kein Rennsport

Safety-Car GP Kanada 2011 Foto: Grüner 62 Bilder

Das Rennen in Montreal wurde hinter dem Safety-Car gestartet. Formel 1-Experte Michael Schmidt kann die Maßnahme nicht nachvollziehen. In seinem Blog klagt er über die übervorsichtige Reaktion der Rennleitung.

12.06.2011 Michael Schmidt

Zehn Minuten vor dem Start zum GP Kanada entschied die Rennleitung, das Rennen hinter dem Safety-Car zu starten. Diese Unsitte greift in den letzten Jahren immer mehr um sich. Bei einem Wolkenbruch mag man das noch verstehen. Aber nicht, wenn der Regen 45 Minuten vor dem Start aufhört. Nico Hülkenberg meinte kurz vor dem Start: "Das ist doch Käse. Das bisschen Wasser auf der Strecke. Formel 1 soll doch ein Sport für Männer sein."

Wenn selbst schon die neue Fahrergeneration Kritik übt, sollte die Rennleitung aufhorchen. Der Start ist der wichtigste Moment des Rennens. Dafür haben die Zuschauer an der Strecke bezahlt. Den opfert man nur, wenn es gute Gründe dafür gibt. Bei den Wassermassen letztes Jahr in Korea war die Maßnahme gerechtfertigt. Aber nicht in Montreal. Da hat die FIA überreagiert.

Neue Autos nicht regentauglich

Immerhin sitzen die besten Fahrer der Welt in diesen Autos. Und das sollten nicht nur Vollgastrottel sein, sondern sich der Situation anpassen können. Bei schlechter Sicht muss man eben etwas vorsichtiger fahren.

Und wenn die Gischt ein Grund für einen Schmalspur-Start ist, dann muss sich die Formel 1 schleunigst etwas einfallen lassen. Vor 20 Jahren waren die Autos viel weniger perfekt. Aber man konnte mit ihnen wenigstens im Regen fahren. Was denken Sie darüber? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

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