Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Schmidts F1-Blog

Danke Red Bull für das tolle Duell

Daniel Ricciaro - Red Bull - GP Malaysia 2016 - Sepang Foto: sutton-images.com 23 Bilder

Das Duell zwischen Daniel Ricciardo und Max Verstappen war das Highlight des GP Malaysia. Red Bull ließ seine zwei Piloten gegeneinander fahren. Ein großes Dankeschön dafür. Eine Stallregie hätte dem Doppelsieg seinen Glanz genommen, meint Michael Schmidt in seinem Blog.

05.10.2016 Michael Schmidt

Helmut Marko wäre fast das Herz in die Hose gefallen, als sich Daniel Ricciardo und Max Verstappen Rad an Rad bei Tempo 250 über vier Kurven eines der besten Duelle der letzten Jahre lieferten. Hinterher ging dem Red Bull-Berater das Herz auf. Seine beiden Fahrer hatten sich nicht einmal berührt. Und sie fuhren so, wie es dem Doktor am besten gefällt. Immer hart am Limit.

Red Bull hätte in diesem Punkt einschreiten können. Aus taktischer Sicht wäre es sogar verständlich gewesen, weil man ja nicht wissen konnte, dass Lewis Hamilton 2 Runden später ausfällt. Verstappen war zu dem Zeitpunkt der schnellere Red Bull-Pilot auf der Strecke. Und er musste schauen, dass der Rückstand zu Hamilton nicht größer as 23 Sekunden wird, sollte seine aggressive Strategie aufgehen.

Ricciardo hat Sieg mehr als verdient

Wir müssen Red Bull dankbar sein. Das Team ließ seine beiden Fahrer trotzdem gegeneinander fahren, nicht ahnend, dass es dabei eigentlich schon um den Sieg ging. Um wie viel weniger wäre der wert gewesen, hätte Ricciardo den Teamkollegen vorbeilassen müssen. Verstappen bekam nach dem letzten Stopp seine zweite Chance, als beide sich in der dritten VSC-Phase noch einmal neue Reifen abholten. Bei Ricciardo waren sie brandneu, bei Verstappen eine Installationsrunde alt. In einem so engen Duell kann das schon der entscheidende Nachteil sein. Ricciardo hat quasi bereits am Samstag für seinen vierten Karrieresieg vorgearbeitet.

Nach dem Rennen bastelten sich die Verschwörungstheoretiker einen Nichtangriffspakt für die letzten Runden zusammen. Sozusagen Multi 21 reloaded. Auch noch am gleichen Ort. Teamchef Christian Horner erinnerte seine Fahrer lediglich an die Spielregeln. Frei fahren ja, aber bitte ohne Berührung.

Wer genau hingeschaut hat, dem ist aufgefallen, dass Verstappen nicht nur wegen der angefahrenen Reifen in den letzten 6 Runden die Luft ausging. Der Holländer musste eine Lücke von 3,8 Sekunden zufahren, und war zu Beginn des letzten Stints etwas zu ungestüm. Das verzeihen die Reifen nicht. Als er dann noch in den Windschatten seines Teamkollegen geriet, ist er noch mehr herumgerutscht. Das mögen die Pirellis noch weniger.

Sind wir mal ehrlich: Ricciardo hat diesen Sieg mehr als verdient. Er hätte schon in Barcelona gewonnen, hätte Red Bull nicht mit ihm auf Ferraris Schachzug des Undercuts reagiert. Er hätte in Monte Carlo ganz oben auf dem Podest gestanden, wenn beim Boxenstopp alle 4 Reifen parat gelegen wären. Er hat den Sieg in Singapur um 0,488 Sekunden verfehlt. Und ihm platzte in Shanghai in Führung liegend ein Reifen. „Irgendwann kriege ich den Sieg zurück“, sagte Ricciardo vor der Asien-Tournée. Er hätte sich wahrscheinlich nicht träumen lassen, dass es so schnell geht.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden