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Schnelle F1-Oldies

Die Auferstehung der Dinosaurier

Qualifying GP Belgien Foto: BMW Sauber 30 Bilder

Die Veteranen der Formel 1 haben sich zurückgemeldet. Mit Giancarlo Fisichella, Jarno Trulli, Nick Heidfeld und Rubens Barrichello stehen 140 Jahre und 874 Grand Prix-Teilnahmen in den ersten zwei Startreihen von Spa.

30.08.2009 Michael Schmidt

Das Altersheim der Formel 1 macht Werbung in eigener Sache. Giancarlo Fisichella, Jarno Trulli, Nick Heidfeld und Rubens Barrichello haben mit dem Trainingsergebnis zum GP Belgien gezeigt, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen zählen. Beim WM-Zweiten Barrichello weiß man das spätestens seit seinem grandiosen Sieg vor einer Woche in Valencia. Der ewig junge Brasilianer fährt sogar um den Titel mit.

Fisichella bald bei Ferrari?

Giancarlo Fisichellas Lebenszeichen mit der vierten Pole Position seiner Karriere kam überraschend. "Ich habe zum ersten Mal seit langem wieder ein perfektes Auto gehabt", strahlte der 36-jährige Römer, der sich ab 2010 für einen Testfahrerjob bei Ferrari beworben hat. Jetzt aber träumt er von einem Renneinsatz für die Roten als Ersatz für den enttäuschenden Luca Badoer.

Fisichella beantwortete die Frage, wie die Chancen stünden, mit einem schönen Wortspiel: "Ich habe einen Kontrakt mit Force India, aber leider noch keinen Kontakt mit Ferrari." Hinter den Kulissen soll es aber bereits eine vorsichtige Anfrage gegeben haben. Ferrari warnte Force India demnach davon zu träumen, dass man einen Transfer finanziell ausschlachten könnte. Force India hat bei Ferrari noch Schulden wegen nicht bezahlter alter Motorenrechnungen. Es soll sich um 4,5 Millionen Euro handeln.

Trulli-Ohrfeige an Toyota

Jarno Trulli hat kürzlich von Toyota den Laufpass bekommen. Da war der zweite Startplatz eine Genugtuung. Trulli bedankte sich öffentlich bei seinen Mechanikern. Eine indirekte Ohrfeige für das Management, das den 35-Jährigen aus der Rennstadt Pescara fallen lassen will.

Warum er nach der Pleite von Valencia nun plötzlich wieder ganz vorne steht, weiß Trulli auch nicht: "Manchmal ist es einfacher zu erklären, wenn es schlecht läuft." Trulli gilt als einer der besten Qualifizierer im Feld. Das zeigte er auch in Spa. Obwohl er acht Kilogramm mehr Sprit an Bord hatte als Teamkollege Timo Glock, war er drei Zehntel schneller. Glock glaubt: "Jarno wird unterschätzt. Die Leute vergessen, dass er 2004 sogar Fernando Alonso Probleme bereitet hat."

Heidfeld mit Chance auf Rekord

Nick Heidfeld lieferte als Dritter sein bislang bestes Trainingsresultat in dieser Saison ab. Der Mönchengladbacher hat an seinen Qualitäten auch in der Flaute nie gezweifelt. "Diese Saison hat gezeigt, wie abhängig wir alle von unserem Auto sind. Ich fahre keinen Deut besser oder schlechter als zu Saisonbeginn, aber hier habe ich zum ersten Mal ein konkurrenzfähiges Auto."

Heidfeld ist der einzige im Reigen der Oldies, der noch keinen Grand Prix gewonnen hat. Heute stehen die Chancen so gut wie noch nie. Gewänne er im 162. Anlauf, würde er den erst kürzlich von Mark Webber aufgestellten Rekord brechen. Heidfeld wäre dann der Pilot, der am längsten auf einen Sieg gewartet hat.

Erfahrung ausgespielt

Ross Brawn glaubt, dass die Auferstehung der Veteranen im verrückten Training von Spa kein Zufall ist. "Es war gestern ziemlich heikel, die Reifen zum Arbeiten zu bringen und den richtigen Reifentyp auszuwählen. Da haben die älteren Piloten ihre Erfahrung ausgespielt."

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