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Schnellste Rennrunde

Vettel veräppelt seinen Renningenieur

Sebastian Vettel GP Kanada 2013 Foto: Red Bull 54 Bilder

Sebastian Vettel hatte in Montreal die Ruhe weg. In der letzten Rennrunde hatte der Weltmeister noch Zeit für einen Spaß mit dem Kommandostand. Wir sagen Ihnen, wie Vettel seinen Renningenieur auf den Arm nahm.

10.06.2013 Tobias Grüner

In der modernen Formel 1 sieht man einen Fahrer in einem Rennen selten so dominieren wie Sebastian Vettel in Montreal. Mit 14,4 Sekunden Vorsprung rollte der Weltmeister am Ende gemütlich über die Ziellinie. Der Abstand hätte noch größer sein können. In der zweiten Rennhälfte kontrollierte der Heppenheimer das Geschehen.

Nur zwei Schreckmomente musste Vettel überstehen. Einmal kam der Red Bull-Pilot der Mauer ganz nah. In der 52. Runde nutzte er die Wiese, um sein Auto heil durch Kurve 2 zu bringen. "Da bin ich wohl kurz eingeschlafen", nahm der Deutsche den Fauxpas locker. Teamchef Christian Horner: "Das können wir ihm heute verzeihen."

Wer fährt die schnellste Rennrunde?

Da der Sieg schnell geklärt war, blieb am Ende nur noch die Frage offen, wer sich die schnellste Rennrunde sichern kann. Ausgerechnet Teamkollege Mark Webber lag in Vettels Lieblingsdisziplin vorne. In der Vergangenheit kam es schon häufiger am Funk zu Streit, weil der Deutsche aus Sicht seiner Ingenieure zu viel Risiko einging, um auch in Sachen schnellste Rennrunde die Nase vorne zu haben.

Und als der Zeitenmonitor in der allerletzten Runde plötzlich eine Bestzeit für den ersten Sektor anzeigte, befürchtete der Kommandostand erneut, dass der Pilot den sicheren Sieg in Gefahr bringen könnte. "Das hat uns eigentlich nicht überrascht", erklärte Horner später entspannt. "Ich habe zu seinem Renningenieur gesagt: Bring ihn unter Kontrolle!"

Vettel führt Horner aufs Glatteis

Guillaume Roquelin, der Mann im Ohr von Vettel, funkte daraufhin mit Nachdruck drei Worte Cockpit: "Monaco, 1988, Senna." Damals hatte der brasilianische Dreifach-Weltmeister einen sicheren Sieg kurz vor dem Ziel weggeschmissen. Mit 31 Sekunden Vorsprung krachte Senna vor dem Tunnel in die Leitplanke.

Vettel brauchte keine weiteren Erklärungen und funkte direkt zurück: "Okay, okay... ich mache doch nur Spaß." In den weiteren beiden Sektoren fuhr der WM-Spitzenreiter dann wieder deutlich gemütlicher und brachte den ersten Montreal-Sieg für Red Bull sicher ins Ziel. "Er ist so fokussiert und entschlossen", nahm Horner die Aktion später locker. "Und er hat schon so viel in seiner Karriere gewonnen. Er versucht immer besser zu werden und so viel wie möglich zu erreichen."

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