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Schützenhilfe für Renault

Neuer Renault-Motor in Brasilien

Red Bull - GP USA 2015 Foto: Red Bull 17 Bilder

Red Bull und Renault bestätigen es. Die Ausbaustufe des Renault V6-Turbo, in die 11 Token investiert wurden, wird beim GP Brasilien ihre Premiere feiern. Renault geht von einer Steigerung von zwei Zehnteln aus. Toro Rosso bleibt der alten Version treu.

05.11.2015 Michael Schmidt

Der neue Renault-Motor hat bereits zwei Mal die Rennstrecke gesehen. Aber nur in Transportkisten. Zwei Exemplare reisen seit dem GP USA im Frachtraum von Bernie Ecclestones Cargo-Jumbos mit dem restlichen Material mit um die Welt. Doch der Zeitpunkt des Debüts passte nie. In Austin war es zu nass, in Mexico-City hätte die Höhenlage zu große Umbauten erfordert.

Doch in Brasilien soll es endlich so weit sein. Red Bull-Teamchef Christian Horner und Renault-Einsatzleiter Remi Taffin bestätigten auf Anfrage: In Sao Paulo wird die erste Ausbaustufe des diesjährigen Renault-Motors, in den 11 Token investiert wurden, ihre Premiere feiern.

Die Entwicklung fand im Zylinderkopf, beim Turbolader und bei der Software statt. Damit drohen wieder einmal Strafen. Aber Renault würde gerne wissen, ob sich die Anstrengungen gelohnt haben. Und Red Bull stellt sich nicht quer, weil man Renault in der Motorenfrage vielleicht noch brauchen kann.

Ricciardo als Testpilot wahrscheinlicher als Kvyat

Noch ist nicht geklärt, ob beide Red Bull mit der Motor-Evolution ausgerüstet werden oder nur einer. Sie soll nach Aussagen von Renault zwei Zehntel auf der Uhr bringen. Teamberater Helmut Marko erklärte: "Wir müssen schauen, wo wir mit den Laufzeiten der Motoren im System stehen. Im Moment hat Ricciardo weniger Spielraum." Der Australier hat in den ersten 17 Rennen 7 Motoren, 6 Turbolader, 6 MGU-K, 6 MGU-H, 4 Batterien und 4 Steuereinheiten verbraucht. Bekommt er das neue Triebwerk, riecht es nach 20 Startplätzen Strafe.

Daniil Kvyat hatte vor Mexiko einen Motor mehr in seinem Kontingent. Doch ein Exemplar explodierte am Freitag gleich beim Anlassen. Der Russe kommt auf bislang 8 Motoren, 7 Turbolader, je 5 MGU-K und MGU-H und 4 Batterien sowie Steuergeräte.

Toro Rosso wird mit den alten Motoren weiterfahren. Renaults Ausbaustufe verlangt nach signifikanten Modifikationen unter der Verkleidung. "Das Kühlpaket ist anders als bei der alten Spezifikation", verrät Taffin. Für Toro Rosso lohnt sich der Aufwand nicht.

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