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Schumacher-Comeback

Was kann Schumachers Testgerät?

Michael Schumacher im 2007er Ferrari Foto: Daniel Reinhard

Michael Schumacher fuhr am Freitag (31.7.) einen Ferrari F2007 in Mugello, um sich auf sein Comeback in Valencia vorzubereiten. Doch was taugt das Auto noch, mit dem Kimi Räikkönen vor zwei Jahren Weltmeister wurde?

31.07.2009

Das Testreglement ist streng. Es bezieht sich nicht nur auf die Testfahrten mit den aktuellen Autos, sondern auch auf PR-Termine und "Altwagen". In so einem Oldtimer ist Michael Schumacher heute in Mugello unterwegs. Es handelt sich dabei um einen Ferrari F2007, das Modell also, mit dem Kimi Räikkönen 2007 Weltmeister wurde.

Der F2007 war das letzte Auto der Ära Jean Todt. Technikchef Ross Brawn war schon nicht mehr an Bord. Es war von der Mannschaft um Technikchef Aldo Costa, Chefdesigner Nicolas Tombazis und Chefaerodynamiker Marco di Luca konstruiert worden. Also die gleichen Ingenieure, die auch für den aktuellen F60 verantwortlich sind. Wegen der großen Regelreform von 2009 haben die beiden Autos aber nicht mehr viel miteinander zu tun. Nur der Motor wird Schumacher bekannt vorkommen.
 
Unterschiede in der Elekronik im Vergleich zum aktuellen F60
 
Schon bei der Elektronik gibt es gravierende Unterschiede. 2007 wurde noch mit einer hausgemachten Elektronik gefahren. Seit vergangenem Jahr tut die McLaren MES-Standardsoftware ihren Dienst. Und die bietet wesentlich weniger Optionen. Dinge wie Traktionskontrolle, Startautomatik oder die voll automatisierte Motorbremse, die Schumacher noch von 2006 kennt, die auch Teil des 2007er Autos waren, sind seit 2008 verboten. Aber bei einem Kundenauto ist es unwahrscheinlich, dass überhaupt hochgestochene Elektronik an Bord ist. Die Kundensysteme reichen zum einfachen Betrieb von Motor und Getriebe. Keiner der Hobbyrennfahrer könnte die Computer-Gimmicks, die Schumacher so liebte und die er bis zur Perfektion genutzt hat, je auskosten.
 
Schumacher fuhr mit Slicks
 
Schumachers Übungsauto von Mugello rollte auf Slicks, obwohl der F2007 für Rillenreifen gebaut worden war. Doch für die gut betuchte Kundschaft der alten Ferrari-Renner sind nur Slicks im Angebot. Die Herstellung von Rillenreifen wäre für den überschaubaren Markt zu aufwändig. Normalerweise liefert Avon die Slicks für die Oldtimer-Rennen. Die sind hart wie Holz, was egal ist, weil die Herrenfahrer die Reifen sowieso nicht auf die Temperaturen bringen wie die Profis. Am Ferrari F2007 von Schumacher wurden jedoch Bridgestone-Reifen gesichtet. Wenn es nicht umlackierte Avon-Sohlen sind, dann müsste es sich den Regeln entsprechend um Demonstrationsreifen von Bridgestone handeln. Es ist nämlich auch verboten, Komponenten, die in einem der Autos von 2008, 2009 oder dem nächstjährigen Modell verwendet wurden oder werden, in den F2007 zu integrieren.
 
Somit macht der Test aus Sicht von Schumacher nur einen Sinn. Er soll die Nackenmuskeln trainieren. Mugello hat zwar nur drei superschnelle Kurven, doch die vielen Richtungswechsel sind ein guter Prüfstein für die Nackenmuskulatur. Bis zum frühen Nachmittag soll Schumacher bereits 35 Runden gefahren sein.

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