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Michael Schumacher beim GP Belgien

Schumacher, der Gute-Laune-Onkel

Michael Schumacher Foto: xpb 26 Bilder

Michael Schumacher wünscht sich Chaos für den GP Belgien, denn nur das könnte ihn von seinem 21. Startplatz entscheidend nach vorne bringen. Obwohl Mercedes mit der Entwicklung auf der Stelle tritt, sieht Schumi Lichtblicke. Gute Laune ist Pflicht. Zumindest nach außen.

28.08.2010 Michael Schmidt

In einem normalen Abschlusstraining hätte Michael Schumacher Startplatz elf belegt. Zum dritten Mal in dieser Saison war der Ex-Weltmeister schneller als Teamkollege Nico Rosberg, wenn auch nur um die Winzigkeit von 0,011 Sekunden. Wegen der Strafe für seine harte Attacke gegen Rubens Barrichello beim GP Ungarn muss der Altmeister um zehn Startplätze zurück, was trotz Verrechnung von Strafen anderer Fahrer Startplatz 21 ergeben sollte.

Trotzdem hat der König von Spa den GP Belgien nicht aufgegeben. "Wer weiß, wie morgen das Wetter spielt. Bei wechselnden Bedingungen und dem ein oder anderen Safety-Car ist vielleicht noch etwas drin. Schumacher setzt auf seine guten Startrunden, in denen er bei den ersten zwölf Rennen in Summe schon 23 Plätze gewonnen hat.

Schumacher freut sich auf Duell mit Rosberg

"Ich habe schon mit Nico gescherzt, dass ich ihn relativ bald im Rennen sehen werde", erzählte Schumacher mit einem Grinsen auf dem Gesicht. Es wird eine heiße erste Runde werden. "Du musst so aggressiv wie möglich fahren, aber trotzdem darauf aufpassen, dass du dein Auto in einem Stück aus der Runde zurückbringst."

Auch Schumacher hat sein Auto Richtung Regen abgestimmt, aber nicht ganz so extrem wie Kollege Rosberg. Auch Schumacher ist sich sicher, dass er einen Platz in den Top Ten geschafft hätte, wäre er nicht im Verkehr steckengeblieben. Der Mann, der ihm die Sicht nach vorne versperrte, war Rosberg.

"Unsere zwei Autos scheinen sich wie Magnete anzuziehen", lächelte Teamchef Ross Brawn gequält. "Wir haben sie mit genügend Abstand auf die Strecke geschickt, aber dadurch, dass Rosberg durch Buemi aufgehalten wurde, schloss Michael wieder auf." Schumacher fügte hinzu: "Wir hätten vom Timing nichts besser machen können."

Schumacher sieht Fortschritte beim Auto

Der Rekordweltmeister ist bei Mercedes für die gute Laune zuständig. Im Gegensatz zu Brawn sieht er bei seinem Auto Fortschritte. "Die jüngsten Entwicklungen haben besser funktioniert als bei den letzten Rennen." Brawn widersprach: "Wir haben immer noch Probleme mit Hitzenestern im Diffusor. Er funktioniert immer noch nicht so, wie wir uns das vorstellen. Das ist etwas frustrierend."

Immerhin machten die Ingenieure leichte Fortschritte mit dem F-Schacht. Da sich das im Top-Speed nicht bemerkbar macht, kann man daraus schließen, dass Mercedes den theoretischen Top-Speed-Vorteil in mehr Abtrieb investiert, um im Regen gerüstet zu sein. "In unserer Situation müssen wir mit der Strategie etwas risikofreudiger sein", ließ Brawn durchblicken.

Keine Vorwürfe ans Team

Schumacher sieht die Saisonentwicklung nicht so schwarz wie viele Beobachter von außen. Er ist auch weniger kritisch als sein Chef. "Ich bin weder zufrieden noch frustriert. Es ist ein Gesetz der Formel 1, dass du dich eben manchmal in einer Phase befindest, in der dich nichts nach vorne bringt, egal, was du auch machst. Ich kann aber niemandem im Team vorwerfen, dass er faul in seinem Sonnenstuhl liegt."

Dass sich Mercedes im Vergleich zu seinen Konkurrenten eher rückwärts bewegt, macht Schumacher keine Sorgen. "Es stimmt, dass die gleichen Leute unser nächstjähriges Auto bauen, doch diese Leute haben auch schon das 2009er Auto gebaut, und das wurde Weltmeister."

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