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Michael Schumacher glaubt nicht an Ferrari-Titel

"Zwei Teams machen WM unter sich aus"

Michael Schumacher Foto: Mercedes GP 51 Bilder

Michael Schumacher feiert in Monza die Rückkehr an den Ort, an dem er vor vier Jahren seinen Rücktritt bei Ferrari erklärt hat. Dass sein altes Team in dieser Saison den WM-Titel holt, sieht Schumacher jedoch skeptisch: "Es gibt zwei Teams, die den Titel unter sich ausmachen."

09.09.2010 Tobias Grüner

Obwohl Michael Schumacher in neuen Farben nach Monza zurückkehrte, wurde er von den Fans direkt erkannt. Die Tifosi waren nicht mehr nachtragend, dass der ehemalige Ferrari-Star vor der Saison zum Mercedes-Lager übergelaufen war.

"Ich genieße die wundervolle Atmosphäre, die sicher auch an diesem Wochenende wieder herrschen wird", strahlte der 41-jährige Silberpfeil-Pilot. "Ich hatte heute morgen schon den ersten Kontakt mit den Tifosi. Sie haben sich noch an die guten Zeiten erinnert, die wir zusammen hatten. Das versüßt einem die Rückkehr."

Schumacher hofft auf Unterstützung der Ferrari-Fans

Probleme mit den alten Anhängern erwartet der Rekordchampion auch am restlichen Wochenende nicht. "Wir sind in einem neuen Zeitalter mit einer anderen Farbkonstellation. Ich hoffe, dass wir auch ein wenig Unterstützung bekommen. So wie ich das bei den anderen Rennen bisher gesehen habe, waren es auch immer die Ferrari-Fans, die mich unterstützt haben. Das ist mehr als fair."

Damit es für Mercedes in Monza gut läuft, braucht es jeoch mehr als nur die Anfeuerung von den Rängen. Zuletzt gab es in Spa noch Probleme mit dem F-Schacht und dem angeblasenen Diffusor. Mit einem verbesserten Silberpfeil hofft Schumacher auf den Aufschwung. "Es hängt viel von der F-Schacht-Situation ab und wie effizient das System hier arbeitet", glaubt Schumi.

Schumacher klagt über neue Kerbs in Monza

Wenn die technischen Probleme endlich einmal ausgeräumt sind, hofft der Deutsche auf eine Überraschung. "Es könnte sein, dass wir gar nicht so schlecht aussehen." Allerdings sorgt auch die umgebaute Strecke für Sorgenfalten. Die Kerbs in den engen Schikanen wurden zuletzt deutlich flacher geschleift. "Es ist schade, dass die Kerbs nicht mehr so wie früher sind. Unser Auto war immer gut darin, über die Kerbs zu fliegen. Jetzt kann sich da niemand mehr einen Vorteil erarbeiten."

Da der WM-Titel längst abgeschrieben ist, backt man bei Mercedes inzwischen kleinere Brötchen. Siege und Podiumsplätze scheinen außer Reichweite. Schumacher hofft wenigstens auf Punkte. "Für uns geht es darum, den vierten Platz, den wir momentan in der WM innehaben, halten zu können. Renault macht Druck, aber ich hoffe, dass wir dem standhalten." Die Motivation hat Schumi jedoch nicht verloren. "Entscheidend ist, dass wir nächstes Jahr wieder um Siege fahren. Die Motivation ist ungebremst, die Entwicklung voranzutreiben, damit wir dann wieder in der Position sind."

Schumi sieht Ferrari-Titel skeptisch

Den Meisterschaftskampf verfolgt Schumacher aus der Ferne. Für Ferrari hat der ehemalige Angestellte allerdings keine großen Hoffnungen mehr. "Ich beobachte die generelle Situation und habe immer ein Auge auf meine alten Kumpels bei Ferrari. Man muss sagen, dass sie nicht in der besten Position sind, was die Meisterschaft angeht. Wenn es hier nicht gut läuft, kann man den Titel mehr oder weniger als abgeschrieben ansehen. Ich sehe das eher skeptisch in diesem Jahr. Da gibt es doch zwei Teams, die das unter sich ausmachen werden."

Für Sebastian Vettel legte Schumacher noch einmal ein gutes Wort ein. Nach seinem Fehler in Spa prasselte viel Kritik auf den Red Bull-Youngster ein. "Das lässt sich von außen immer einfach sagen: 'Das war richtig, das war falsch. Da hat er einen Fehler gemacht. Warum attackiert er so?' Der Junge will Weltmeister werden. Da attackiert man nun mal. Da passieren natürlich auch mal Fehler", nimmt Schumi seinen potenziellen Nachfolger in Schutz.

"Vettel bekommt das geregelt"

Schumi hofft, dass die negativen Schlagzeilen über Vettel bald beendet sind. "Ich glaube nicht, dass man da jetzt einen großen Hype draus machen soll. In der Aneinanderreihung der Geschehnisse - ob das jetzt immer sein Fehler war oder nicht, sei mal dahingestellt - ist das für die Außenwelt gerne so, dass man alles in einen Topf schmeißt. Ich sehe das ganze nicht so dramatisch. Er bekommt das schon noch geregelt."

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