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Formel 1: Michael Schumacher in Malaysia

Schumi: "Ich bin kein Zauberer"

Michael Schumacher Foto: xpb 30 Bilder

Michael Schumacher geht gut gelaunt in den dritten Grand Prix des Jahres. So guter Stimmung, dass man sich fast fragen muss, wo der Grund für das Wohlbefinden liegt. Die Aussichten für Malaysia sind nicht viel besser als für die ersten beiden Grand Prix.

01.04.2010 Michael Schmidt

Diese gute Laune war nicht gespielt. Dazu wäre Michael Schumacher gar nicht in der Lage. Ein guter Schauspieler war er ja noch nie. Der Mercedes-Pilot präsentierte sich am Vorabend des ersten Trainings zum GP Malaysia so, als hätte er das letzte Rennen gewonnen. Ganz anders als noch in Bahrain, wo er sich eher kühl und reserviert präsentierte. Keine Spur von Ärger, dass am Ende nur ein zehnter Platz und ein WM-Punkt dabei heraussprang.

Grenzen gelten auch für Schumacher

"Ich habe in Melbourne das Maximum dessen ausgeschöpft, was mit dem Auto möglich war. Es gibt Grenzen. Ich bin auch kein Zauberer." Das Leben sei eben kein Wunschkonzert, philosophierte Schumacher, und da müsse man den dummen Startcrash von Melbourne ganz gelassen als Rennunfall abhaken. "Ich bin lange genug im Geschäft, um das zu akzeptieren. Für einen Moment dachte ich nach meinem guten Start, dass es heute für das Podest reichen könnte, und dann konnte ich das gleich wieder vergessen."

Den Spaßfaktor bezieht der siebenfache Weltmeister im Augenblick nicht aus den Ergebnissen, sondern aus der Aufgabe. "Ich genieße es, zusammen mit dem Team diesen Rückstand aufzuholen. Auch wenn es etwas länger dauert. Da fühle ich mich in meinem Element." Neue Töne von einem Erfolgsverwöhnten? Mitnichten. Vielleicht hat sich Schumacher ja doch den Rat von Rubens Barrichello zu Herzen genommen, der meinte: "Wenn es mal nicht so toll läuft, musst du dir halt vorübergehend neue Ziele suchen."

Lob für Fernando Alonso

Auch ein Lob für Fernando Alonso kommt ihm locker über die Lippen. "Fernando ist in Australien ein super Rennen gefahren. Dass er mehr aufgeholt hat als ich, liegt sicher daran, dass der Ferrari im Moment ein wenig besser ist als unser Auto, aber auch an den Boxenstopps, wo ich Zeit verloren habe." Rost - von wegen Rost. "Ich habe mich in Melbourne schon viel weniger eingerostet gefühlt." Rückblickend habe man den entscheidenden Fehler wie schon in Bahrain in der Qualifikation gemacht. "Wir hatten einen guten Samstagvormittag, sind dann mit dem Setup wieder einen Schritt zurückgegangen, und das war vielleicht ein Schritt zuviel."

Seit Red Bull seine Autos mehr Richtung Qualifikation trimmt, hat sich allgemein herumgesprochen, dass ein gutes Setup für die Jagd nach dem besten Startplatz wichtiger ist als die optimale Rennabstimmung. "Wir sollten da vielleicht auch etwas aggressiver in diese Richtung arbeiten", grübelt Schumacher.

Wieder Regen in Malaysia

Der GP Malaysia wird auch in diesem Jahr vom Wetter bestimmt. Auch am Donnerstag kam pünktlich um 17.15 Uhr der große Regenguss. Binnen fünf Minuten stand alles unter Wasser. Am Sonntag müsste der Grand Prix unter solchen Bedingungen abgebrochen werden. "Regen ist gut", grinste Schumacher, "aber nur wenn er im richtigen Moment kommt. So wie es hier schüttet, ist es reine Lotterie. Da kannst du mehr falsch als richtig machen." Nach dem täglichen Tropenregen kann man in Sepang mittlerweile die Uhr stellen. "Es wäre ein Wunder, wenn es am Sonntag anders wäre", gibt sich Schumacher gelassen. "Man muss halt das beste draus machen."

Vielleicht hat Schumacher auch deshalb so gute Laune, weil man ihm erzählt hat, was die Simulationsdaten des Autos versprechen, das ab Barcelona Mercedes an die Spitze bringen soll. Auf den McLaren-Trick angesprochen zeigt sich der Ex-Champion nicht im mindesten beunruhigt: "Es ist nicht immer nur eine Sache, die ein Auto schnell macht. Da spielen viele Dinge mit rein. McLaren hat bestimmt eine ganze Zeit gebraucht, dieses System zu entwickeln. Man darf jetzt nicht glauben, dass die anderen das einfach so im Handumdrehen mit der gleichen Effizienz kopieren."

Damit will Schumacher nicht behaupten, dass Mercedes das Thema aus dem Auge verliert: "Wir entwickeln an allen Ecken und Kanten." Sprach‘s, warnte alle Umstehenden davor, sich am 1. April nicht auf den Arm nehmen zu lassen und ließ eine verblüffte Zuschauerschaft zurück.

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