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Formel 1: Michael Schumacher in Spanien

"Eine Reise ins Ungewisse"

Michael Schumacher Mercedes GP Foto: dpa 153 Bilder

Michael Schumacher lässt sich nicht beirren. Der Rückschlag von Shanghai ist analysiert, verdaut und abgehakt. Der Blick geht nach vorn auf ein Rennen mit einem runderneuerten Mercedes, der den Abstand zur Spitze schrumpfen lassen soll.

06.05.2010

Michael Schumacher bleibt weiter locker. Keine Spur davon, dass Barcelona sein Schicksalsrennen werden könnte. Shanghai, das war unbefriedigend, gibt der Mercedes-Pilot zu, doch er ist zuversichtlich, dass er beim GP Spanien wieder an den positiven Trend anschließen kann, der sich seit dem Saisonbeginn abgezeichnet hat. "Ich habe nicht erwartet, dass ich zurückkomme und sofort alles wegblase. Es ist ein bisschen, wie bei meinem ersten Rennen bei Ferrari. Das ganze ist ein Prozess, und ich bin zuversichtlich, dass wir dabei in die richtige Richtung marschieren."

Das gilt nicht nur für seine persönliche Form, sondern auch für sein Dienstfahrzeug. Der MercedesGPW01 tritt in Barcelona mit längerem Radstand, mit einer hecklastigeren Gewichtsverteilung, mit einem modifizierten Frontflügel und einer neuen Airbox an. "Das Gefühl, dass es uns einen Fortschritt gibt, ist gut", sagt Schumacher aufgrund der Datenauswertung. "Würden die anderen Teams stehenbleiben, könnten wir ein gutes Stück aufholen. Da das aber nicht passieren wird, müssen wir abwarten, wie groß deren Schritt ist. Das ganze ist eine Reise ins Ungewisse."

Schumi will positiven Trend

Von einem Schicksalsrennen will der Rekordsieger nicht sprechen. "Es ist das erste Rennen mit einem umgebauten Auto. Da müssen wir erst einmal herausfinden, was gut und was schlecht ist." Immerhin hat er sich ein Mindestziel gesetzt: "Ich will an den positiven Trend von Malaysia anschließen." Und China ausblenden, wo er nach eigener Aussage zuviele Fehler gemacht habe.

Der Ex-Champion hat viel Zeit investiert, der Pleite auf den Grund zu gehen. "Im Nachhinein hätte ich bei der Abstimmung des Autos, bei den Motoreinstellungen und der Behandlung der Reifen einen besseren Job machen können. Ich bin zu hart mit den Reifen umgegangen, habe andere Linien probiert, um das Problem zu umfahren und zu spät gemerkt, dass ich dabei auf dem Holzweg war. Meine Linie wäre zwar bei trockener Fahrbahn schneller gewesen, doch auf nasser Piste war es ein Eigentor."

Schumacher auf der falschen Linie

Helikopter-Aufnahmen brachten Schumacher zu der Erkenntnis: "Alle anderen sind auf der Standardlinie gefahren, die dann natürlich schneller abgetrocknet ist. Da ich das im Cockpit nicht erkennen konnte, habe ich zu lange gebraucht, um das zu realisieren. Erst als mich Vettel auf dem Weg überholt hat, wurde mir klar, was da schiefgelaufen war."

Das schnelle Anpassen an neue Bedingungen war immer Schumachers Stärke. Ist diese Qualität über die Jahre verloren gegangen? Der Heimkehrer verneint: "Die Autos sind wie sie sind. Sie sind nie optimal, auch damals in meinen besten Zeiten nicht. Wenn es Probleme gibt, musst du eben drum herum fahren. Ich bin überzeugt, dass ich das auch schaffe." Mit der Kritik, die seit China im Blätterwald immer stärker aufgekommen ist, kann Schumacher umgehen. "Das ist doch normal. Die hatte ich auch schon zu Ferrari-Zeiten, wenn es mal nicht so gut gelaufen ist. Ich habe eines gelernt: Die gleichen Leute, die mich heute kritisieren, werden mich morgen hochjubeln, wenn ich es auf das Podium schaffen sollte.

Rosberg-Erfolg gibt Rückendeckung

Das Rennen in China hat Schumachers gute Laune nicht getrübt. "Ich weiß mehr von den Hintergründen als die Außenwelt", lässt er durchblicken, und deshalb scheut er sich nicht zu sagen: "Ich bin optimistisch, dass 2010 noch ein gutes Jahr für uns wird." Nico Rosbergs zweiter Platz in der Weltmeisterschaft gebe allen im Team Rückendeckung: "Er hat es mit einem nicht ganz optimalen Auto geschafft, und wir wissen, dass wir ein großes Potenzial haben, das Auto schneller zu machen. Das gibt uns das Selbstvertrauen."

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