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Michael Schumacher beim GP Brasilien

Schumi lässt Rosberg freiwillig den Vortritt

Schumacher und Rosberg Foto: xpb 36 Bilder

Beim GP Brasilien lieferte Michael Schumacher erneut eine gelungene Vorstellung ab. Mit Platz sieben fuhr der Rekordchampion wieder einmal in die Punkte. Am Ende präsentierte sich Schumi sogar noch als echter Teamplayer.

07.11.2010 Tobias Grüner

Michael Schumacher kam beim GP Brasilien zum dritten Mal in Folge in die Punkte. Das ist dem Rekordchampion in dieser Saison noch gar nicht gelungen. Dabei hätte es am Ende locker noch mehr werden können als nur Platz sieben.

"Ich startete ziemlich gut und machte zwei Plätze gut", beschreibt Schumacher den Weg in die erste Kurve. "Leider verlor ich die gleich wieder, als ich im Zweikampf mit Robert Kubica kurz aufs Gras kam." Auch Felipe Massa und Jenson Button schlüpften am Rekordchampion vorbei und aus Startplatz acht wurde schnell Rang zehn.

Sutil bremst Schumacher aus

Mit einem gekonnten Manöver ging Schumacher in Runde vier wieder vorbei an Jenson Button. Doch der Engländer kam über die Strategie wieder nach vorne. "Mein Speed war gut, doch mein Boxenstopp kam vielleicht etwas früh, da ich anschließend hinter Adrian Sutil fest hing", klagte Schumi über den Bremsklotz im Force India.

Da Robert Kubica und Nico Hülkenberg nach ihren Stopps erst hinter Schumacher auf die Strecke einbogen und Felipe Massa wegen Problemen beim Reifenwechsel einen Extra-Stopp einlegen musste, konnte der Silberpfeil-Pilot trotzdem noch drei Plätze gewinnen.

Schumacher lässt Rosberg wieder vorbei

Gleichzeitig schlich sich neben Jenson Button aber auch noch Teamkollege Nico Rosberg an Schumacher vorbei. Doch nach der Safety-Car-Phase hatte der Altmeister plötzlich wieder die Nase vorne im Silberpfeil-Duell. Rosberg hatte sich noch einmal frische Reifen aufziehen lassen. Durch einen Kommunikationsfehler an der Box, wurde die falsche Mischung aufgezogen. Rosberg fuhr noch einmal seine Garage an, um sich die richtigen Gummis abzuholen.

Schumacher bekam den Fauxpas mit und handelte anschließend wie ein echter Teamplayer: "In der Schlussphase ließ ich Nico überholen, denn er war auf frischen Reifen unterwegs und ich nicht", berichtet der 41-Jährige. "Deshalb hatte er von uns beiden die bessere Chance, möglicherweise Jenson Button vor uns anzugreifen."

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