Hier können Sie sich einloggen oder registrieren.
auto motor und sport TV

Schumacher

"Natürlich leidet man"

Michael Schumacher hat von zuhause den Australien GP verfolgt und mit seinem Ferrari-Team mitgelitten. Im Interview mit auto-motor-und-sport.de spricht der siebenfache Weltmeister über die Gründe für den Fehlstart.

Bilder
‹ zurück Bild 1 von 71 weiter ›
Foto: Motorsport-XL

In Melbourne traf sich der Formel 1-Zirkus zum Saisonauft... Es sollte durchaus spektakulär werden ... ... was der Fahrer-Jahrgang 2008 zu bieten hatte. Aber nicht nur auf der Strecke wurde Spektakuläres geboten. Auch abseits der Piste hatte Melbourne einiges zu bieten. Die Red Bull-Mannschaft genoss das Spektakel aus der Down... Headphones sind dieses Jahr voll in Mode. Und wen starrten diese vier Jungs so angestrengt an? ... ahh...ja! Auch der Brasilianer Nelson Piquet zeigte viel Haut ... ... konnte mit den weiblichen Reizen allerdings nur bedin... Derart angeheizt sehnten sich einige nach Abkühlung. Die Regenschirm-Verkäuferinnen machten nicht viel Gewinn. Das Ventilatoren-Geschäft boomte dagegen. Beim Wettbewerb "Wie angele ich mir einen deutschen... Die "Opfer" warteten bereits. Red Bull ließ ein Model nach dem anderen einfl... ... um die sich dann David Coulthard ... ... und Mark Webber freundlicherweise kümmerten. Dem Weltmeister wurde das zu bunt. Er ließ sic... Allerdings waren die zugeknöpften Ferrari-Hostessen auch... Die silberne Konkurrenz hatte ein Hotel mit Meerblick geb... Hamilton und Kovalainen mussten nur aufpassen, dass kein ... Bei Temperaturen über 40°C Grad ... ... genossen die Jungs vom Regenreifen-Service ein ruhige... Es waren aber nicht nur schöne Frauen am Start. Auch Altrocker-Tochter Kelly Osbourne ließ sic... Gruseliger waren nur die neuen froschgrünen Hosen der Ho... Dann lieber im Känguruh-Kostüm rumhopsen. Damit kommen wir endlich zum sportlichen Teil. Wenn die Damen dann noch kurz bitte den Weg freimachen wÃ... Die Fans von Ferrari reisten selbstbewusst und angriffslu... Doch Räikkönens Sportgerät kränkelte bereits im Quali... Öfter mal das Auto stehen lassen und kurze Str... Nur Startplatz 16 für den Weltmeister: Die Laune bei den... Auch bei Renault lief es im Zeittraining nicht rund. Rang zwölf war sicherlich keine Leistung vor der man den... Um nach vorne zu kommen, klüngelten die Ingenieure eine ... Am Start sah alles noch relativ gesittet aus. Aber bereits in der ersten Kurve ging es dahin. Fisichella verbuddelte sein indisches Gefährt im roten S... Quizfrage: Welches Auto tanzt hier aus der Reihe? Am ersten Schultag im neuen Jahr ... ... war direkt Wandertag angesagt. Ob das die neue ökologische Verantwortung ist, ... ... die FIA-Präsident Max Mosley zuletzt forderte? Für Alonso ging es nach dem verkorksten Qualifying dageg... Vorne zog allerdings Lewis Hamilton einsam seine Bahnen. Hinter den Silberpfeilen behauptete sich zunächst Nico R... Überraschend konnte auch Rubens Barrichello We... Doch für Ferrari sollte es noch schlimmer kommen. Nach einigen Ausritten, setzte ein Motorschaden bei Rä... Felipe Massa vermasselte noch David Coulthard die Tour, b... Durchgeschüttelter Schotte. Dieser Red Bull war krumm. Da sich auch Mark Webber frühzeitig verabschiedete, nutz... Nach den ganzen Crashs musste erst einmal das neue Safety... Von den Turbulenzen profitierte zunächst Sebastien Bourd... Nico Rosberg verlor an der Tankstelle seinen zweiten Plat... Im Hinterfeld machte sich auch Timo Glock Hoffnung auf Pu... Nach einem kapitalen Abflug ... ... suchte sich der Kölner eine weniger gefährliche Spo... BMW machte in Australien deutlich, dass es 2008 zu einem ... Und Nico Rosberg will nach seinem dritten Platz natürlic... Gegen Lewis Hamilton war an diesem Tag jedoch kein Kraut ... Mit Rosberg auf drei ... ... und Heidfeld auf zwei ... ... sollte Hamilton demnächst vielleicht etwas deutsch l... Zur Belohnung wurde Heidfeld vom Chef gekuschelt. Auch die Williams-Mannschaft bekam etwas vom Erfolg ab.

Wo haben Sie den GP Australien angeschaut?
Schumacher: Zuhause.

Sie sind um fünf Uhr aufgestanden?
Schumacher: Das war ja wegen der späteren Startzeit in diesem Jahr nicht so schlimm. Ich bin bei allen Rennen mit dem Team per Datenleitung verbunden. Zudem habe ich auch einen Zeitenmonitor. Das ist aber nicht so wichtig wie die Kommunikation des Teams.

Wie sehr haben Sie am letzten Wochenende als Fernsehzuschauer beim GP Australien mit Ihrem Ferrari-Team gelitten?
Schumacher: Natürlich leidet man. Auf der anderen Seite ist dies der Rennsport. So hart wie es klingt, so etwas gehört dazu. Ich kann nur eines sagen: Es ist mir lieber, wenn so etwas am Anfang der Saison passiert als am Ende des Jahres, wenn man dann dadurch die Meisterschaft verliert.

Glauben Sie, dass Ferrari auch 2008 Weltmeister wird?
Schumacher: Sowieso.

Mehr zum Thema

Ferrari Todt tritt als Geschäftsführer ab
Saison ohne Spionage-Affäre
GP Australien Turbulenter Auftakt - Hamilton siegt
Safety-Car Teams wollen protestieren
Schlagworte

Sind die Ferrari-Fahrer in Australien nicht etwas übermotiviert zu Werke gegangen, man denke nur an den Dreher von Felipe Massa beim Start?
Schumacher: Felipe hatte den falschen Gang drin, aus einem Grund, den wir jetzt noch nicht wissen. Er hatte einen zu niedrigen Gang drin. Zusammen mit der fehlenden Traktionskontrolle und einem Haufen Leistung führt dies dazu, dass es dann ziemlich schwierig wird. Man bekommt Wheelspin und zusammen mit den relativ kalten Reifen wird das Auto sehr kritisch.

Für Felipe war das Rennen nach 200 Metern gelaufen.
Schumacher: Felipe ist danach eigentlich ein positives Rennen gefahren und er hat gut Boden gutgemacht. Die Safety-Car-Phasen kamen für beide Fahrer zu einem sehr ungünstigen Zeitpunkt. Wir konnten davon nicht profitieren. Aber es steht außer Frage, dass wir WM-Punkte hätten holen können.

Wie haben Sie Massas Rempler gegen Coulthard gesehen?
Schumacher: Das ging schon eher auf Felipes Kappe. Auf der anderen Seite möchte ich behaupten, dass David schon ein bisschen cleverer hätte mitfahren können. Er hätte die Chance gehabt, der Sache aus dem Weg zu gehen. Es ist aber keine Frage, dass Felipe der Verursacher war.

Kimi Räikkönen war gleich zweimal neben der Strecke. War er beim Bremsen zu optimistisch?
Schumacher: Ja, er war optimistisch. Der Ausrutscher ist aber nach einer Safety-Car-Phase passiert und zwar in der Kurve 3, der ersten Kurve, wo richtig gebremst wird. Das ist eine kritische Phase. Man muss erst wieder die Reifen aufwärmen. Kimi hatte alte Reifen drauf und die ließen sich wesentlich schwieriger wieder auf Temperatur bringen wie die Reifen auf dem Auto von Kovalainen. Der hatte ziemlich frische Reifen darauf. Bei Kimi haben sofort die Räder blockiert. In einer solchen Situation schießt man so übers Ziel hinaus, als hätte man 100 Meter zu spät gebremst. Dabei waren es nur fünf Meter. Im Normalfall könnte man so etwas noch ausgleichen.

Was halten Sie von den neuen Safety-Car-Regeln?
Schumacher: Ich finde es ziemlich schwachsinnig, die Boxengasse zu schließen, sobald das Safety-Car rausfährt. Da geht es nicht um unsere Team. Wenn ich sehe, dass zum Beispiel ein Kovalainen ein perfektes Rennen fährt und dann durch Pech eine Podiumsplatzierung verliert, weil das Safety-Car zu einem für ihn ungünstigen Moment auf die Strecke geht, dann ist das nicht gut.

Sie plädieren also für die Wiedereinführung der alten Safety-Car-Regeln.
Schumacher: Genau. Man will durch die neuen Regeln verhindern, dass die Fahrer mit Vollgas zum Boxenstopp fahren. Aber man könnte doch auch mit anderen Mitteln, zum Beispiel anhand der Sektorzeiten, feststellen, ob ein Fahrer zu schnell war. Das macht man ja auch so, wenn gelbe Flaggen gezeigt werden. Durch die neuen Regeln spielt für meinen Geschmack der Zufall eine zu große Rolle.

Könnte nicht genau dies der Grund dafür gewesen sein, dass die Regel eingeführt wurde?
Schumacher: Sie meinen, man wollte das Feld absichtlich durcheinander würfeln? Wenn dies so sein sollte, fände ich es schade. Es sollte nicht der Hintergrund für eine Regeländerung sein, diejenigen zu bestrafen, die hart gearbeitet haben und denjenigen Vorteil zu verschaffen, die nicht so hart gearbeitet haben.

Ferrari hat im Winter 14.000 Kilometer getestet. Wie ist es zu erklären, dass es in Australien trotzdem so große Problem mit der Standfestigkeit der Motoren gab?
Schumacher: Wir haben verstanden, woran es lag: Es handelte sich um Pfennigartikel. Das Problem ist bei den Testfahrten nicht aufgetreten. Es hat auch nichts mit der Standfestigkeit der Motoren selbst zu tun. Auf weitere Details möchte ich da nicht eingehen.

Man kann also davon ausgehen, dass sich das Motorenproblem von Australien am nächsten Wochenende in Malaysia nicht mehr auftritt?
Schumacher: Es war kein Motorenproblem sondern es lag am Umfeld der Motoren.

Wie werten Sie die Podiumsplatzierungen von Nick Heidfeld und Nico Rosberg?
Schumacher: Ich habe mich gefreut. Generell ist es schön zu sehen, dass mit BMW und Williams zwei Teams wesentlich näher an die Spitze herangerückt sind und dass diese Teams die Sache hier und da etwas spannender gestalten können. Es gibt aber immer noch eine Lücke zu den Topteams Ferrari und McLaren. Wie groß sie in Wahrheit ist, werden wir erst dann sehen, wenn alle Vollgas fahren. In Australien wurde das Ergebnis durch die Safety-Car-Phasen etwas verfälscht.

Der frühere Ferrari-Teamchef  Jean Todt kommt zum GP Malaysia. Waren Sie auch schon versucht, ihr Flugzeug volltanken zu lassen und ebenfalls zum GP am nächsten Wochenende zu reisen?
Schumacher: Ich hatte nie die Absicht, nach Malaysia zu reisen. Das hat sich auch nach dem Rennen von Australien nicht geändert. Jean hingegen hatte schon seit langem, seit zwei Monaten, geplant, nach Kuala Lumpur zu kommen. Irgendwie passt dies schön ins Bild: Jetzt in der großen Krise nach dem ersten Rennen kommt der Chef und prompt wird alles ganz anders. Das ist die klassische Story, die so in Wirklichkeit aber nie stattfindet.

Wie geht das Rennen in Malaysia aus?
Schumacher: Ich hoffe gut für uns, mit einem Sieg.

Autor: Claus Mühlberger
Alle mit einem * gekennzeichneten Felder müssen ausgefüllt werden.

Kommentare müssen erst von der Redaktion freigeschaltet werden.

Bitte tragen Sie den Text des Bildes (ohne Leerzeichen) in das Feld ein.

Code nicht erkennbar? Neuen Code erzeugen
Zeichen verbleibend
auto motor und sport-TV

Impressionen DTM-Audi A4 & Audi R8 LMS

Topstories
Fahrer Punkte
1. Fernando Alonso
Scuderia Ferrari
25
2. Felipe Massa
Scuderia Ferrari
18
3. Lewis Hamilton
McLaren Mercedes
15
4. Sebastian Vettel
Red Bull
12
5. Nico Rosberg
Mercedes GP
10
Schmidts F1-Blog: Gebt den Neulingen eine Chance
Von Michael Schmidt Die neuen Teams fahren in einer eigenen Liga. Karun Chandhok, dem Langsamsten, fehlten 10,3 Sekunden auf Fernando Alonso, den Schnellsten. Timo Glock war als Sieger des Debütantenclubs 2,7 Sekunden langsamer als der schlechteste Fahrer in einem Auto der arrivierten Teams. Ist das noch Formel mehr...


Dacia Duster Kaufberatung
Welcher Dacia Duster passt zu Ihnen?
Sparsamer Antrieb im Nissan Murano
Neuer Diesel für das große Nissan-SUV