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Schumacher-Pressekonferenz

Schumacher traurig und niedergeschlagen

Michael Schumacher Foto: dpa

Kein Lächeln, dunkle Ringe unter den Augen: Die Enttäuschung stand Michael Schumacher bei der Pressekonferenz in Genf ins Gesicht geschrieben. "Dass ich enttäuscht bin, ist selbstverständlich. Das hat sich niemand ausgesucht."

12.08.2009

Das sagte der 40-Jährige sichtlich bewegt und bedrückt bei einer eigens anberaumten Pressekonferenz zu seiner Comeback-Absage in Genf. Es sei "frustrierend und sehr traurig, dass es am Ende nicht geklappt hat", erklärte der Rekordweltmeister der Formel 1 am Mittwoch (12.8.) vor über 60 Journalisten in einem Saal des Hotel Intercontinental. "Es ist vielleicht der härteste Moment, den ich in meiner Karriere hatte."

Als um 14:00 Uhr die Pressekonferenz beginnt, ist der Ballsaal B bis auf wenige freie Plätze voll. Mehr als ein Dutzend Fernsehteams, über 60 Journalisten. Zuerst betritt Schumachers Sprecherin Sabine Kehm den Saal, dann Schumacher, dahinter Manager Willi Weber und der Chefarzt der Sportklinik Bad Nauheim, Dr. Johannes Peil, der mit seinem Team den siebenmaligen Weltmeister seit Jahren betreut.
 
Schumacher sichtlich genickt und niedergeschlagen
 
Schumacher unterbricht seine Sprecherin bei deren Begrüßungsrede und Vorstellung des Ablaufs. "Dazwischen ein paar Worte", meinte Schumacher mit schwerer Stimme. Er wirkt zutiefst traurig. Schumacher bedankt sich bei seinen Fans, "die mich wesentlich mehr motiviert und unterstützt haben, als ich mir das je erträumt hatte", sagte er. Zur Tatsache, dass nur 13 Tage nach der aufsehenerregenden Ankündigung die Notbremse gezogen wurde, meinte Schumacher: "Es hat sich ja keiner ausgesucht, dass Felipe diesen Unfall in Budapest hat. Es war ja nichts geplant. Ich war dann bereit, diesen Hilfedienst zu leisten."
 
Die Zeit, die man zur Verfügung gehabt habe, sei eingeschränkt gewesen. Peil hatte von Beginn an von einem Notprogramm gesprochen. "Insofern gab es keine bessere Vorbereitung als die, die wir jetzt gemacht haben", meinte Schumacher, der sich zu Hause in der Schweiz sowie mit einem Test in einem alten Formel-1-Wagen und Runden im Kart auf eine Rückkehr nach fast drei Jahren vorbereitet hatte. Vier Kilo speckte er dabei ab.
 
Verletzung im Bereich der Schädelbasis das Problem
 
In einem Interview erklärte Peil, dass die geborstene feine Struktur im Bereich der Schädelbasis noch das Problem der Belastbarkeit darstelle. Peil hofft, dass nach Wochen eine weitere Verbesserung der Belastbarkeit erreicht wird. "Die Entscheidung, ob dann eine weiterer Versuch zum Fahren in der Formel 1 unternommen wird, liegt allein bei Michael. Wenn die Behandlungserfolge so weitergehen, dass auch die letzte Sache noch ausheilt, ist aus ärztlicher Sicht nicht auszuschließen, dass er wieder in einem Formel-1-Auto fahren kann", sagte er.
 
Doch Schumacher reagierte auf die Frage nach einem weiteren Comeback-Vorhaben sichtlich gereizt. "Ich glaube, wenn ich Herrn Peil eben richtig verstanden habe, gibt es in medizinischer Hinsicht keine Gründe, warum ich nicht mehr Formel 1 fahren sollte. Aber das ist das letzte womit ich mich im Moment befasse", sagte Schumacher.

Bei Motorradunfall nichts mitbekommen

Erstmals sprach Schumacher auch öffentlich über den schweren Sturz am 11. Februar im spanischen Cartagena. "Ich habe bei dem Motorradunfall nichts mitbekommen. Ich weiß nur, dass ich wachgeworden bin und meine Probleme hatte. Es war mein Schicksal, diesen Unfall gehabt zu haben. Motorräder machen mir Spaß. Am Ende ist man immer schlauer", gab er zu und fügte an: "Ich weiß nicht, ob man sagen kann, dass sie lebensbedrohlich waren." Sein Arzt, Dr. Johannes Peil, gab zu: "Wir haben uns damals große Sorgen gemacht."
 
Ob er in Valencia dabei sein wird und Ferrari unterstützt steht noch nicht fest. Das müsse er noch mit dem Team klären, meinte Schumacher.



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