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Schumacher & Rosberg

Ärger mit KERS und Heckflügel

GP Australien 2011 - Formel 1 Foto: xpb 72 Bilder

Für Mercedes endete die erste Standortbestimmung der Saison mit einer Ernüchterung. Die Startplätze 7 und 11 für Nico Rosberg und Michael Schumacher entsprechen nicht den Erwartungen. Probleme mit KERS und dem Heckflügel bremsten die Silberpfeile.

26.03.2011 Michael Schmidt

Ross Brawn wollte nichts beschönigen: "Das Trainingsergebnis ist nach den guten Testergebnissen in Barcelona eine Enttäuschung. Wir wurden fünf bis sieben Zehntel unter Wert geschlagen." Das ist eine Erkenntnis. Die andere: Selbst bei optimalen Bedingungen hätte dann fast eine Sekunde auf die Red Bull gefehlt.

Nico Rosberg und Michael Schumacher klammern sich an eine Hoffnung: "Melbourne war noch nie eine repräsentative Strecke." Schumacher meinte nachdenklich: "Wir sind nicht da, wo wir sein wollten. Jetzt können wir ein paar Theorien wälzen, was dazu geführt hat, aber das bringt uns im Moment auch nicht weiter."

KERS und Heckflügel funktionieren nicht richtig

Nico Rosberg war mit so großen Hoffnungen in diese erste Qualifikation des Jahres gegangen. Der Freitag lief zwar nicht nach Wunsch, aber dafür gab es Gründe. KERS und der Heckflügel machten Ärger. Rosberg konnte hochrechnen, dass er unter optimalen Bedingungen hinter den Red Bull um die Kronprinzenrolle kämpfen würde. Und dann stürzte er auf Startplatz sieben ab. 1,892 Sekunden hinter dem Trainingsschnellsten Sebastian Vettel. Einen Rang hinter Renault-Pilot Vitaly Petrov und nur zwei Zehntel vor dem schnellsten Sauber.

Rosberg schüttelte den Kopf: "Gestern hatte ich noch ein großes Grinsen im Gesicht. Ich war mir sicher, da haue ich voll rein." Als es um die Startplätze ging, zeigte sich sein Mercedes indisponiert. Keine Balance, wenig Grip, blockierende Räder beim Bremsen, kein Vertrauen vom Fahrer ins Auto. Kämpferisch meinte der Blondschopf: "Wir sind nicht so schlecht, wie wir heute ausgesehen haben. Es hat nicht alles an unserem Auto funktioniert."

Fahrer haben kein Vertrauen in das Auto

Michael Schumachers Geschichte hörte sich ähnlich an. "Michael hatte noch größere technische Probleme als Nico", klärte Teamchef Ross Brawn das Rätsel über den elften Startplatz des Rekordsiegers auf. Der Heckflügel lieferte nicht konstant Abtrieb. "Möglicherweise war der Wind schuld. Wir haben nach den Schwierigkeiten vom Vortag einige Modifikationen vor Ort durchgeführt, die aber nur bedingt Wirkung gezeigt haben."

Auch mit KERS gab es Ärger. Das zog sich über das gesamte Wochenende. Mercedes-Rennleiter Norbert Haug: "Irgendetwas stimmte mit der Kommunikation im System nicht. Michael konnte nicht die ganze Power abrufen, und beim Laden wurde die Bremsbalance zu stark beeinflusst. Wenn der Fahrer kein Vertrauen ins Auto hat, kann er auch nicht das Maximum herausholen." Brawn nimmt seine Fahrer ebenfalls in Schutz: "Sie wussten vor den Kurven nicht, welches Auto sie dort erwartet."

Der siebenfache Weltmeister steht immerhin auf dem Königsplatz hinter den Top Ten. Er ist der erste Fahrer, der frei seine Reifen wählen kann. "Und er hat einen frischen Reifensatz mehr, weil er nicht ins Q3 gekommen ist", fügt Ross Brawn hinzu. Schumacher weiß nicht, ob er sich darüber freuen soll: "Es ist zwar kein Nachteil, dass ich morgen mit frischen Reifen starten darf, aber ich zweifle, ob wir den Speed haben, um die Autos, die vor mir stehen, zu überholen."

Pirelli-Reifen besser als erwartet

Die Pirelli-Reifen haben eine bessere Figur gemacht als gedacht. Das ist eine schlechte Nachricht für alle, die im Rennen auf ein bisschen Chaos hoffen. "Ich erwarte eher zwei bis drei statt drei bis vier Stopps", meint Schumacher. Brawn schließt aus den Erfahrungen des Trainings: "Ein frischer Reifensatz der harten Mischung hält vielleicht fünf Runden länger als ein gebrauchter der weichen Mischung. Da haben wir beim Testen deutlich größere Unterschiede gesehen."

Der ernüchternde Vorsprung der Red Bull war im Lager von Mercedes nur ein Randthema. "Wir müssen uns erst einmal auf unsere eigenen Probleme konzentrieren", mahnte Brawn. Schumacher fügte hinzu: "Ob Red Bull die Zeit mit oder ohne KERS gefahren ist, kann für uns im Augenblick nur zweitrangig sein."

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