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Michael Schumacher - Showzeit in Jerez?

"Wir haben nichts Besonderes gemacht"

Michael Schumacher Foto: Mercedes 22 Bilder

Michael Schumacher fuhr am Freitag (11.2.) in Jerez 2,6 Sekunden schneller als Teamkollege Nico Rosberg am Vortag. Im Fahrerlager wurde der Verdacht einer Showzeit geäußert. Doch Mercedes wehrt sich. "Wir haben nur unser normales Programm abgespult", erklärte Schumi.

11.02.2011 Tobias Grüner

Nach dem ersten Testtag von Jerez begannen bereits die Ersten an Mercedes zu zweifeln. Die Bild-Zeitung fragte besorgt: "Was ist mit Mercedes los?" Der Schweizer Blick sprach bereits vom "Stotter-Pfeil". Der Eindruck am Donnerstag war zugegeben auch nicht der beste. Nico Rosberg fuhr nach zwei Technik-Defekten nur 67 Runden. Seine Bestzeit reichte nur für Platz neun im Klassement.

24 Stunden später ist die Welt im Silberpfeil-Lager wieder in Ordnung. Michael Schumacher unterbot die Rosberg-Vorgabe um 2,6 Sekunden und sorgte damit für die erste Testbestzeit des neuen MGP W02. Und auch beim Thema Zuverlässigkeit scheinen die Probleme überwunden. 112 Runden lief das neue Auto - scheinbar ohne Probleme.

Bestzeit überrascht Schumacher

Platz drei in der Distanzwertung hinter Massa und Webber überraschte Schumacher nicht: "Ich bin am letzten Tag in Valencia auch schon 80 Runden gefahren. Heute waren es eben über 100. Für uns ist immer noch das Wichtigste, Kilometer zu sammeln und das Auto standfest zu bekommen. Das haben wir heute erfüllt.

Dass er am Ende des Tages ganz oben im Zeitenklassement steht, verwunderte ihn da schon mehr: "Das hat mich selbst überrascht, aber es ist mir lieber so als andersherum. Wir haben nichts Besonderes gemacht, um Bestzeit zu fahren, sondern nur unser normales Programm abgespult. Es ist kein Geheimnis, dass wir am Morgen mit den weichen Reifen gefahren sind. Aber so wie ich es verstanden habe, haben auch einige andere das gemacht."

Button: "Zeiten sind nicht zu lesen"

Einer dieser anderen Piloten war zum Beispiel Jenson Button. Auch er hat die superweichen Reifen probiert. "Bei mir kam aber beides Mal etwas dazwischen", berichtet der McLaren-Pilot. "Und wenn man es in der ersten Runde nicht hinbekommt, dann kann man es vergessen. Der Abbau danach ist zu stark."

Mark Webber mutmaßte nach Analyse der Zeiten. "Das war vielleicht eine Showzeit für die deutschen Fans." Button fügte hinzu: "Es ist heute einfach, einmal gut und einmal schlecht auszusehen. Zwischen den Mischungen medium und supersoft liegt mindestens eine Sekunde. Die Zeiten sind praktisch nicht zu lesen."

Schumi-Beszteit in einem 10-Runden-Turn

Schumacher wollte sich den Vorwurf nicht gefallen lassen, Vorstandszeiten gefahren zu sein. "Ich bin meine schnellste Zeit in einem 10 Runden-Turn gefahren. Das sieht nicht gerade aus wie eine Jagd nach der Bestzeit. Jeder mag hineininterpretieren, was er will."

Doch wie war der Unterschied zum Vortag zu erklären. Schumacher wagte einen Versuch: "Nico hatte keinen besonders guten Tag, und er ist auf alten Reifen gefahren. Der Donnerstag ist bestimmt nicht unser Maßstab. Gegenüber gestern haben wir uns klar in der Zuverlässigkeit gesteigert. Bis jetzt sind wir ordentlich unterwegs, und ich weiß, dass wir noch deutlich zulegen werden."

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