Was schon von außen sichtbar war, bestätigte Michael Schumacher auch aus der Fahrerperspektive: "Ich habe mich heute deutlich komfortabler im Auto gefühlt. Ich habe das Gefühl, es reagiert verlässlicher." Solche Töne hatte man in dieser Saison noch überhaupt nicht gehört.
Mercedes schießt auf bewegliche Ziele
Schumi ist zufrieden mit sich und seinem Auto. "Aus meiner Sicht ist das Upgrade auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Aber wir müssen abwarten und schauen wie groß der Schritt wirklich ist. Die anderen Teams haben sich ja auch verbessert." Auch Teamchef Ross Brawn will noch nicht vom Durchbruch sprechen. "Wir schießen auf bewegliche Ziele. Das Paket hat das gezeigt, was wir erwartet haben. Wir müssen sehen, wie weit wir damit kommen."
Der Vorsprung auf Nico Rosberg war nicht nur auf das fahrerische Können Schumachers zurückzuführen. "Michael war gut unterwegs", gibt Rosberg zu. "Aber wir haben uns heute mit dem Setup verrannt." Ob Rosberg den Rückstand am Samstag noch einmal aufholen kann, weiß er selbst nicht. "Das wird schwer. Wir müssen jetzt genau analysieren und das Auto umbauen."
Klarheit nach dem Qualifying
Auch Ross Brawn hofft, dass der Silberpfeil über Nacht noch schneller wird. "Wir schauen uns jetzt die Daten ganz genau an und schmeißen die positiven Erkenntnisse beider Piloten zusammen und hoffen, dass wir das Beste herausbekommen." Dabei wird wohl mehr aus dem Setup-Paket von Schumacher übrig bleiben.
Die positiven Aussagen seiner Fahrer sieht Brawn immerhin schon mal als gutes Zeichen. "Normalerweise klagen die Fahrer in Barcelona immer darüber, dass das Auto plötzlich schlechter als beim Wintertest liegt. Hier war das zum ersten Mal nicht der Fall." Schumacher hofft, dass sich das Kräfteverhältnis bald etwas besser erkennen lässt. "Wir werden das richtige Bild wohl erst nach dem Qualifying sehen."


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