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Schumacher spricht über ungeklärte Unfälle

"Im letzten Moment macht Senna einen Zucker"

Schumacher Senna GP Spanien 2012 Foto: xpb 38 Bilder

In den drei Jahren seiner zweiten Karriere stand Michael Schumacher oft in der Kritik. Unter anderem wegen vieler Unfälle. 2012 blieben da der Crash mit Bruno Senna in Barcelona und der Unfall mit Jean-Eric Vergne in Singapur im Gedächtnis. Zum ersten Mal spricht Schumacher darüber, was wirklich passierte.

02.01.2013 Michael Schmidt

Michael Schumacher war der König der ersten Runde. Keiner hat nach dem Start so viele Positionen gutgemacht wie der siebenfache Weltmeister. "Was sicher auch an Michaels Erfahrung lag", urteilt Mercedes-Teamchef Ross Brawn. Doch im späteren Verlauf der Rennen hatte der Rekordsieger einige seltsame Kollisionen. In Barcelona kam er sich beim Anbremsen der ersten Kurve mit Bruno Senna ins Gehege. Die Rennleitung gab Schumacher die Schuld. Beim nächsten Rennen in Monte Carlo musste er fünf Startplätze zurück. Es war das schlechteste Timing, das man sich denken konnte. Ausgerechnet in Monaco wäre Schumacher von der Pole Position gestartet.

Senna hat Unfall ausgelöst

Der angebliche Auslöser des Unfalls hält die Strafe heute noch für eine Fehlentscheidung. Nach Schumachers Meinung trägt Bruno Senna die Schuld an der Karambolage. Schumacher liefert dabei interessante Details zum Unfallhergang. "Diesen Unfall kann ich ganz genau rekonstruieren. Das hat mir mein Ingenieur ganz genau beschrieben. Ich bin meinem Auto eigentlich immer einen Schritt voraus. Bei dem Rennen in Barcelona komme ich am Ende der Zielgeraden im Windschatten hinter dem Kollegen Senna an. Der biegt erst einmal rechts rüber, um mir zu sagen: Pass auf, innen überholst du mich nicht. Da war für mich klar, was er vorhat. Also bereite ich mich für die Außenseite vor. Entweder bremse ich mich gleich vorbei, oder ich habe eine bessere Ausfahrt für die nächsten Kurven. Zuerst bin ich im Windschatten und ziehe dann nach links, weil ich weiß, dass er dort wegen des einen Spurwechsels vorher nicht mehr hin darf. In dem Moment, in dem ich anfange zu bremsen, zieht der mir wieder nach links, und zwar in einer Intensität, dass ich davon ausgehen muss, dass er mir links nicht den Platz lässt. Jetzt bleibt mir nur noch die Möglichkeit, wieder nach rechts zu gehen. Im gleichem Moment macht er einen ganz kleinen Zucker zurück nach rechts. Das ist anhand der TV-Bilder ganz klar zu sehen. Und da war es für mich zu spät. Das Vorausschauen, das Antizipieren, was mir in vielen Dingen geholfen hat, wurde mir hier zum Verhängnis."

Singapur-Unfall weiter unklar

Wie aus FIA-Kreisen später zu hören war, konnte sich die Rennleitung Schumachers Version durchaus anschließen. Allein die Sportkommissare waren anderer Meinung. Der Fahrervertreter war dort Le Mans-Rekordsieger Tom Kristensen. Unklar bleibt Schumachers Auffahrunfall in Singapur. Auch für den Meister selbst: "Was in Singapur passiert ist, kann ich mir auch heute noch nicht erklären. Ich habe dort fünf Meter früher gebremst als vorher. Genau da, wo auch Nico gebremst hat. Ich bremse also normal, habe noch einen relativ großen Abstand, und plötzlich sehe ich da eine Wand vor mir, die extrem langsam wird. Vielleicht haben die Kollegen im Zweikampf etwas früher gebremst. Das weiß ich natürlich nicht. Ich kann nur in meine Daten schauen."

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