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Formel 1: Michael Schumacher auf Platz sieben

"Wie bei meinem ersten Formel 1-Start"

GP Bahrain 2010 Foto: xpb 63 Bilder

Michael Schumacher kommt nicht mit einem Paukenschlag zurück. Startplatz sieben ist keine Schande, doch er verlangt Erklärungen. Der Rekordsieger bringt es auf einen einfachen Nenner: "Ich habe noch nicht meinen Rhythmus gefunden."

13.03.2010 Michael Schmidt

Michael Schumacher macht gerade eine neue Erfahrung. Er muss aufholen, nicht sein Teamkollege. Dem siebenfachen Weltmeister fehlen nach seiner ersten Qualifikation nach drei Jahren Pause 0,283 Sekunden auf Nico Rosberg. Der Rekordchampion kassierte in jeder der drei Trainingssitzungen und in den drei Qualifikationsdurchgängen eine Niederlage.

Rosberg stiehlt Schumi die Show

Im Dauerlauf sind die Verhältnisse ausgeglichener. Schumacher versuchte gelassen damit umzugehen, dass ihm sein 16 Jahre jüngerer Stallrivale die Show stahl. "Es gibt mehrere Gründe dafür. Einer bin ich. Das Auto war heute anders als bei den Testfahrten, vielleicht wegen der Hitze. Ich bin noch nicht drin in meinem Rhythmus." Dann ging der Heimkehrer ins Detail: "Ich habe noch Mühe, das Auto so abzustimmen, dass ich das Optimale rausholen kann."

Ein Grund dafür liegt in der generellen Fahrzeugcharakteristik. Sie provoziert eher Unter- als Übersteuern. "Das hat der Michael noch nie gemocht", analysiert Toro Rosso-Teamchef und Schumacher-Kenner Franz Tost. "Es dauert noch ein paar Rennen, bis wir das Auto in die Richtung entwickelt haben, in die wir es haben wollen."

Podium nicht unrealistisch für Schumacher

Das neue Aeropaket war nur ein Teilerfolg. Bis zum GP Spanien soll die Gewichtsverteilung am Mercedes GP W01 geändert werden. Ziel ist es, mehr Gewicht auf die Hinterachse zu bringen. Bis dahin will Schumacher Punkte hamstern. "Ein Podestplatz ist morgen nicht unrealistisch, aber es wird hart. Nico hat sicher bessere Chancen als ich."

Seinem ersten Formel 1-Start seit dem 22. Oktober 2006 sieht Schumacher gelassen entgegen: "Noch bin ich so fokussiert auf meinen Job, dass Emotionen keinen Platz haben. Vielleicht kommt das noch heute nacht. Ich bin gespannt, was morgen in der ersten Kurve passiert. Das wird bestimmt spannend, wenn die Autos mit soviel Gewicht da ankommen. Pläne mache ich keine. Ich bin ein Instinktfahrer, der schaut was passiert und dann darauf reagiert."

Siebter Platz - wie beim Debüt in Spa

Zum Schluss entwickelt der Anti-Statistiker Schumacher sogar noch etwas Sinn für Statistik. "Es ist ja nun bekannt, dass ich mich fühle wie zu Beginn meiner Karriere. Bei meinem ersten Start 1991 in Spa war ich auch Siebter. So schließt sich der Kreis." Da sollte Schumacher seinen Mechanikern über Nacht noch einen guten Tipp geben: Passt mir auf die Kupplung auf. 1991 war das Rennen für den erfolgreichsten Formel 1-Fahrer aller Zeiten nach einem Kilometer beendet. Die Kupplung war explodiert.

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