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Schumacher über Reifenkritik

"Wollte nur Diskussion anschieben"

Mercedes GP Foto: xpb 80 Bilder

Michael Schumacher bleibt dabei. Die Pirelli-Reifen spielen eine zu große Rolle im Konzert der Formel 1. Der Rekordsieger sieht es nicht als Kritik an dem italienischen Reifenhersteller, sondern als Anstoß für eine Grundsatzdiskussion.

10.05.2012 Michael Schmidt

Michael Schumacher sucht keine Hintertür, wie er aus der Nummer wieder rauskommt. Er steht zu seiner Kritik an der augenblicklichen Situation der Formel 1. Und er hat es den Pirelli-Technikern bei den Testfahrten in Mugello auch genau erklärt. Der siebenfache Weltmeister kritisiert nicht das Produkt, sondern, was daraus entstanden ist. "Ich wollte eine Diskussion anstoßen, wer welche Rolle in der Formel 1 spielt. Und da glaube ich, dass die Reifen im Moment ein Übergewicht haben."

Reifen nimmt zu große Rolle ein

Die Retourkutsche von Pirelli-Reifenchef Paul Hembery, Schumachers Aussage sei aus dem Frust der letzten Rennen heraus entstanden, kann der Mercedes-Pilot nicht nachvollziehen. "Frust? Welcher Frust? Ich war mit meinem letzten Rennen sehr zufrieden. Immerhin bin ich von Platz 22 auf Rang zehn nach vorne gefahren." Das eng gestaffelte Feld findet auch Schumacher gut. Er macht es aber nicht an den Reifen fest. Es gibt einfach viele gute Autos in diesem Jahr. "Der enge Wettbewerb ist ein positiver Aspekt."

Weniger erfreulich ist, dass dann hauptsächlich die Reifen bestimmen, welches der vielen guten Autos gut oder schlecht aussieht. "Es gibt 24 Autos und 100 Ingenieure und viele Bereiche an einem Auto, da nimmt der Reifen für meinen Geschmack eine zu dominante Rolle ein."

Formel 1-Rennen wird zur neuen Disziplin

Der Spaßfaktor leidet, wenn man sich mühsam an den Vordermann herankämpft und dann feststellen muss, dass die Aufholjagd die Reifen so stark verschlissen hat, "dass du dann nichts mehr übrig hast, den Fahrer vor dir anzugreifen. Ich finde, ein Einheitsreifen sollte der Mehrheit der Autos entgegenkommen und nicht einigen wenigen."

Michael Schumacher gehört zu der Sorte Fahrer, die immer auf Attacke sind. Lewis Hamilton ist auch so einer. Interessanterweise differenziert Hamilton beim Thema Reifen: "Meinen Spaß habe ich in der Qualifikation. Das Rennen ist ein ganz anderer Wettbewerb. Da muss ich die Balance zwischen Attacke und Defensive finden. Der Schlüssel ist ganz klar, die Reifen am Leben zu halten. Ich habe damit kein Problem."

Laut Hamilton spielt der Fahrer in der Disziplin "Fahren wie auf rohen Eiern" die entscheidende Rolle. "Das Verhältnis Fahrer zum Auto und dem Setup liegt bei 60 zu 40. Natürlich fällt es mir schwer, mit einem übersteuernden Auto die Hinterreifen zu schonen. Aber der Fahrer hat einen rechten Fuß. Und der kann die Reifen am meisten zerstören."

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