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Formel 1: Schumacher und Alonso zur Langeweile-Diskussion

"Formel 1 war nie ein Überholparcours"

Alonso & Schumacher Foto: xpb 16 Bilder

Das Thema Lageweile in der Formel 1 wird im Fahrerlager immer noch heiß gekocht. Die Reaktionen auf die auto motor und sport-Leserumfrage hat gezeigt, dass das Thema die Fans bewegt. Jetzt beziehen auch die Superstars Michael Schumacher und Fernando Alonso Stellung.

25.03.2010 Michael Schmidt

Was kann man tun, dass in der Formel 1 mehr überholt wird? Diese Frage ist nicht neu, doch spätestens seit dem Saisonauftakt in Bahrain wird sie neu und leidenschaftlich diskutiert. Auch Michael Schumacher und Fernando Alonso können sich der Kritik der Fans am Hauptproblem der Formel 1 nicht entziehen. Die Frage aller Fragen beschäftigt auch mehrfache Weltmeister. Doch beide gehen eher rational als emotional an die Lösung des Problems heran.

Bekanntes Problem für Schumacher

Michael Schumacher sieht in der Diskussion einen Aufguss eines altbekannten Dilemmas: "Die Formel 1 war noch nie ein Überholparcours. In der Vergangenheit hat öfter die Taktik über den Ausgang eines Rennens entschieden als ein Überholmanöver auf der Strecke. Mit einem Boxenstopp sind die Möglichkeiten mehr eingeschränkt als mit zwei. Daran können wir nichts ändern. Es ist unmöglich, die Tankstopps über Nacht wieder einzuführen. Die Spannung wird jetzt auf ein anderes Thema verlagert. Wir können höchstens das beste aus der Situation machen."

Kritikern der neuen Regeln hält Schumacher vor: "Es denkt sich doch keiner etwas aus, um die Dinge absichtlich zu verschlechtern. Die Regeländerungen wurden im guten Glauben abgesegnet, dass es besser wird. Heute wissen wir: Das Feld, in dem du etwas besser machen kannst als die Konkurrenz, ist noch enger geworden."

Alonso sieht keinen Anlass für Kritik

Auch Fernando Alonso rät, den Ball flach zu halten: "Bahrain war ein Rennen. Es wäre falsch, vorschnell ein Urteil für den Rest der Saison zu treffen. Es wird Rennen geben, wo eine der beiden Reifenmischungen einbricht, und dann wird es auch wieder spannend." Der Spanier warnt vor allem davor, künstliche Spannungsmomente einzubauen. "Das wäre nicht mehr die Formel 1, wie wir sie lieben."

Den Vorwurf, dass Bahrain ein Rennen zum Einschlafen gewesen sei, kann der Spanier nicht nachvollziehen: "Ich habe mir ein Video von dem Rennen angeschaut. So schlecht war es nun wirklich nicht. Vorne gab es den Dreikampf zwischen Vettel und den beiden Ferrari. Wer weiß, wie eng es geworden wäre, wenn Vettel kein technisches Problem bekommen hätte? Dahinter haben Rosberg und Hamilton das halbe Rennen lang um Platz drei gekämpft. Und in der dritten Gruppe musste Schumacher die Angriffe von Webber und Button abwehren. Es ist keineswegs so, dass alle Autos allein unterwegs gewesen wären."

Problem kaum zu ändern

Alonso stimmt mit Schumacher überein, dass die Formel 1 seit Jahren von dem Überholproblem begleitet wird. "Das ist doch nichts Neues. Wir reden seit Jahren darüber, wie schwierig es ist, einem anderen Auto zu folgen." Auch zwei Pflicht-Boxenstopps würden da nicht viel helfen. "Die Supertaktik, mit der du das Rennen gewinnt, gibt es gar nicht. Egal wie viele Stopps du machst. Zwei Stopps pro Rennen würden auch nicht viel ändern."

Immerhin machen Schumacher und Alonso für den Grand Prix im Albert Park von Melbourne Mut. "Dieses Rennen hat fast immer eine Safety-Car-Phase gebracht. Das könnte für Spannung sorgen."

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