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Schumi vs. Senna

Ein Crash - zwei Meinungen

Senna vs. Schumacher GP Brasilien 2011 Foto: xpb

Michael Schumacher wird sich in Zukunft versuchen von den schwarz-goldenen Renault-Autos fernzuhalten. Nach drei Kollisionen mit Vitaly Petrov war es in Sao Paulo dessen Teamkollege Bruno Senna, der ihm in die Quere kam.

28.11.2011 Tobias Grüner

Manche Geschichten kann man einfach nicht erfinden. Als Michael Schumacher das letzte Mal mit einem Fahrer namens Senna kollidierte, war das beim Saisonauftakt 1993 in Kyalami. Der Grand Prix von Südafrika war damals das erste Rennen eines gewissen Rubens Barrichello. Knapp 19 Jahre später fuhr der Brasilianer in Sao Paulo vielleicht sein letztes Formel 1-Rennen. Und wieder krachte Michael Schumacher mit einem Mann namens Senna zusammen.

Schumi und Senna auf Kollisionskurs

Es war die zehnte Runde des Saisonfinales in Interlagos, als sich der Rekordchampion formatfüllend im Rückspiegel des Renaults von Bruno Senna platzierte. Auf der Zielgeraden startete der Mercedes-Pilot den Angriff. Der Neffe des großen Ayrton versuchte den Platz auf der Innenseite zu verteidigen, doch Schumi ging außen kompromisslos vorbei. Als das Duell entschieden schien, krachte es doch noch.

Beim Einlenken in die erste Kurve touchierte Senna mit seinem Frontflügel das linke Hinterrad von Schumi. Karbon splitterte, der aufgeschlitzte Reifen verlor schlagartig Luft. Mit nur noch drei Gummis auf dem Asphalt konnte der Deutsche seinen Silberpfeil gerade noch auf der Straße halten.

Schumacher sieht Schuld bei Senna

Bis sich Schumacher an der Box einen Satz neuer Reifen abgeholt hatte, waren alle Chancen auf Punkte dahin. "Ich konnte nur noch auf Regen hoffen, der kam aber leider nicht", bedauerte der 42-Jährige.

Über die Schuldfrage waren sich die beiden Piloten nicht ganz einig. Schumi zeigte mit dem Finger auf seinen jungen Gegner. "Er ist einfach in mich hineingefahren. Das war sehr ärgerlich. Der Unfall wurde vielleicht durch den Mangel an Erfahrung ausgelöst."

Senna ging der Platz aus

Senna spielte aber nicht freiwillig den schwarzen Peter. "Er wollte mich ein wenig abdrängen. Normalerweise lenkt man an dieser Stelle später ein. Ich habe so stark gebremst wie ich konnte, aber dann ging der Platz aus. Ich konnte es nicht verhindern." Senna sah die Kollision als normalen Rennunfall an, der ohne Bestrafung ausgehen soll.

Die Rennleitung sah das aber anders. Wenige Runden nach der Kollision wurde der Brasilianer zur Durchfahrtsstrafe gebeten, die auch Sennas Rennen zerstörte. Allerdings hatte der Lokalmatador sowieso wenig Hoffnung auf Punkte. Am Renault hatte sich zuvor schon der vierte Gang verabschiedet.

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