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Schumacher-Wechsel 2013

Vier mögliche Landeplätze für Schumi

Michael Schumacher 2012 Foto: Wolfgang Wilhelm 153 Bilder

Die Fans von Michael Schumacher bangen. Hört der erfolgreichste Formel 1-Fahrer aller Zeiten auf oder macht er weiter. Theoretisch gibt es vier Landeplätze für Schumi. Wir haben sie daraufhin abgeklopft, wie realistisch ein Wechsel zu Ferrari, Lotus, Sauber oder Williams wäre.

03.10.2012 Michael Schmidt

Michael Schumacher spannt seine Fans auf die Folter. Noch hat er offiziell seine Pläne nicht bekanntgegeben. Er wollte es im Oktober tun. Jetzt ist es Oktober. Der Transferpoker ist nicht ganz so gelaufen, wie es sich der Rekordsieger vorgestellt hat. Mercedes nahm ihm die Entscheidung ab. Weil sich Schumacher nicht entscheiden wollte.
 
Offenbar wollte der siebenfache Weltmeister tatsächlich noch ein, zwei Rennen abwarten, um zu sehen wie stark der neue Mercedes 2013 werden könnte. Er wollte auch sehen, ob das jüngste Aero-Paket einschlägt. Mit dem Grundprinzip des Coanda-Aspuffs wird Mercedes auch im nächsten Jahr fahren. Schumachers früherer Manager Willi Weber verrät: "Mir hat Michael in Monza gesagt, dass er noch etwas Zeit braucht." Zu viel Zeit, wie man heute weiß.

Michael Schumacher muss sich jetzt erst einmal die Grundsatzfrage stellen, ob er überhaupt weitermacht oder zum zweiten Mal seinen Rücktritt erklärt, dann wohl endgültig. Dieses endgültig wird die Entscheidung besonders schwer machen Theoretisch könnte Schumacher bei vier Teams landen. Doch so langsam läuft auch da die Zeit davon. Wir stellen alle Möglichkeiten in den Stresstest.

Schumacher-Wechsel zu Ferrari?

Da müssten einige Herren über ihren Schatten springen. Luca di Montezemolo hatte vor drei Jahren von "Michaels Zwillingsbruder" gesprochen, so tief saß der Stachel, dass sein fünfmaliger Champion zu Mercedes überlief. Für Michael Schumacher war es eine ganz normale Angelegenheit. Ferrari hatte damals keinen Platz. Jetzt wäre ein Cockpit frei, auf das sich Felipe Massa, Paul di Resta und Nico Hülkenberg Hoffnungen machen.
 
Schumacher wäre mit Abstand der Älteste in dem Quartett. Genau das ist sein Problem. Red Bull, McLaren und Mercedes haben sich für die Zukunft aufgestellt. Auch Ferrari kann nicht ewig auf Erfahrung setzen. Andererseits, Schumacher für eine Saison, warum nicht? 2014 gibt es auf dem Fahrermarkt mehr Auswahl. Schumacher kennt alle im Team, und alle kennen ihn. Doch was wohl Fernando Alonso dazu sagt? Alonso ist Schumacher-Fan, aber vermutlich nur so lange, wie er ihm nichts von seinem Heiligenschein bei Ferrari wegnimmt. CHANCE: 10 Prozent.

Schumacher-Wechsel zu Lotus?

Teambesitzer Gérard Lopez erzählte in Singapur, dass er mit Kimi Räikkönen und Romain Grosjean weiterfahren wird. Allerdings hat Lopez im letzten Jahr seine Truppe auch überrascht, als er heimlich Kimi Räikkönen an Land zog. Die Resultat bezogene Option auf Räikkönen hätte das Team bereits nach fünf Rennen einlösen können. Grosjean stand nach seinen vielen Unfällen zuletzt unter Beobachtung. In Singapur ist der Franzose wie mit angezogener Handbremse gefahren und hat sogar ganz brav Räikkönen vorbeigelassen.
 
Grosjean kommt aus dem Genii Fahrerpool. Lopez hat viel in ihn investiert. Aller Unfälle zum Trotz: Grosjean hat seine Chance genutzt. Ein Team mit Räikkönen und Schumacher macht für Lotus wenig Sinn. Da würden sich zwei Superstars untereinander die Aufmerksamkeit wegnehmen. Lotus braucht einen jungen Piloten, um Sponsoren anzulocken. CHANCE: 10 Prozent.

Schumacher-Wechsel zu Sauber?

Peter Sauber würde Michael Schumacher sofort nehmen. Wenn er sich den Ex-Champion leisten könnte. Sein Rennstall würde mit einem Schlag sein Mauerblümchendasein abstreifen. Das könnte Sponsoren bringen. Eddie Jordan rät Peter Sauber: "Peter soll Michael Teamanteile anbieten. Das gleiche hatte ich 1994 mit Ayrton Senna vor. Ich habe ihm ein paar Wochen vor seinem Tod gesagt, dass er 50 Prozent von meinem Rennstall haben kann, wenn er seine Karriere dort ausklingen lassen will."

Bei Sauber hätte Schumacher auch 2013 mit ziemlicher Sicherheit ein konkurrenzfähiges Auto. "Die Windkanaldaten sind sehr gut", freut sich der Chef. Und Schumacher könnte Mercedes maximal ärgern, wenn er in einem Sauber vor den Silberpfeilen herfahren würde. Doch bei Sauber ist Eile geboten. Die Schweizer haben Alternativen. Nico Hülkenberg zum Beispiel. Und der muss sich schnell entscheiden, weil Force India drängelt. CHANCE: 40 Prozent

Schumacher-Wechsel zu Williams?

Es war immer der Traum von Frank Williams: "Ich möchte, dass Michael einmal meine Autos fährt. Es wird wohl immer ein Traum bleiben. Ich konnte mir Michael nie leisten." Vielleicht geht der Wunsch doch noch in Erfüllung. Williams hat in diesem Jahr gelernt, dass man neben der Wunderkerze Pastor Maldonado einen Fahrer braucht, der konstant Punkte holt. Maldonado schwank ständig zwischen Gut und Böse.
 
Ihn 2013 mit Valtteri Bottas fahren zu lassen, wäre ein großes Risiko. Bottas muss sich bei allem Talent erst einmal die Hörner abstoßen. Mitbesitzer Toto Wolff ist Geschäftsmann. Er kann sich ausrechnen, welchen Hype Schumacher bei Williams erzeugen würde. Warum nicht Bottas ein Jahr bei einem Team parken, das mit Williams-Technologie fährt (HRT), und mit Schumacher 2013 richtig Punkte abräumen? CHANCE: 30 Prozent.

Zugegeben, keine der vier Optionen klingt so überzeugend, dass Schumacher ohne Nachzudenken unterschreiben würde. Wir werden uns wahrscheinlich mit der Lösung anfreunden müssen, die den Schumi-Fans am wenigsten gefällt. Dass der große alte Mann der Formel 1 für immer aufhört. CHANCE: 60 Prozent.

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