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Formel 1: Michael Schumachers Qualifying in Melbourne

Schumachers Problem hieß Alonso

GP Australien Foto: xpb 35 Bilder

Michael Schumacher stellte trotz Startplatz sieben einen Fortschritt gegenüber Bahrain fest. Der Mercedes-Pilot hätte weiter vorne stehen können, wäre er nicht auf Fernando Alonso aufgelaufen. Die beiden Superstars klärten das Problem im Parc fermé.

27.03.2010 Michael Schmidt

Michael Schumacher hat sich auf dem siebten Startplatz eingerichtet. Auch in Bahrain startete der Ex-Champion von dieser Position. Doch diesmal wäre mehr drin gewesen. Der Stolperstein hieß Fernando Alonso. "Er stand mir beim letzten Versuch im Weg. Fernando war auf dem Weg zurück an die Boxen. Er hat mich erst in letzter Sekunde gesehen und dann zur Seite gegangen. Ich war mir aber nicht mehr sicher, ob ich voll durchziehen sollte."

Ausgerechnet Alonso als Blockade

Der Ferrari-Pilot hatte am Vortag bei der Fahrerbesprechung alle ermahnt, in die Rückspiegel zu schauen. Und dann war es ausgerechnet er, der nicht in den Rückspiegel schaute. Im Parc Fermé kam es zu einem kurzen Disput zwischen den Weltmeistern. Schumacher wollte von Alonso wissen, ob ihn Ferrari gewarnt hatte, dass sich ein anderes Auto auf seiner schnellen Runde näherte. Dank GPS-Navigation wissen die Teams genau Bescheid, wer wo gerade auf der Strecke unterwegs ist.

Alonso verneinte. "Damit ist das Thema für mich erledigt", gab sich Schumacher zufrieden. Er hatte noch eine zweite Begegnung dieser Art. In der zweiten K.O.-Runde passte Lewis Hamilton nicht richtig auf. Der Engländer war dabei seine schnelle Runde vorzubereiten.

Rosberg auch mit Problemen

Schumacher kostete Alonsos Blockade einen besseren Startplatz. "Ich war in den ersten beiden Sektoren schneller als zuvor." Rosberg hätte er jedoch nicht geschlagen. "Wenn bei Nico alles klar gelaufen wäre, wäre der Abstand zwischen uns größer gewesen", gab der Rekordsieger ehrlich zu.

Die positive Erkenntnis aus Melbourne war, dass Mercedes den Rückstand auf die Top-Teams verkürzt hat. "Den Zeiten nach zu urteilen, müssten wir im Rennen mit Massa und Button kämpfen können. Die Red Bull und Alonso sind für uns noch außer Reichweite." Woher der Fortschritt kommt, vermochte Schumacher nicht zu sagen. War es das kühle Wetter? Die Streckencharakteristik? Oder die Modifikationen am Auto. Der Frontflügel und die Aufhängungen waren revidiert worden.

Streckenlayout hilft Mercedes

"Irgendwie passte hier die Balance des Autos besser", machte Schumacher einen Versuch der Erklärung. "Und ich bin vom Setup näher dran an dem, was ich von einem Auto erwarte." Teamchef Ross Brawn ergänzt: "Ich glaube, das Streckenlayout hat uns geholfen. Hier stört das Untersteuern weniger als anderswo."
 
Auf Prognosen für das Rennen lässt sich Schumacher nicht ein. Die Wettervorhersage spricht von Temperaturen bis 26 Grad, aber auch davon, dass es eine Stunde nach dem Start zu regnen beginnen könnte. "Der Regen kann uns in die Karten spielen wenn das Auto passt, es kann aber auch genau andersherum laufen. Wir wissen es einfach nicht, weil wir hier bis jetzt nicht im Regen gefahren sind."

Viel Action in der ersten Runde?

Martin Brundle prophezeit dem Feld eine heiße erste Runde, weil er davon ausgeht, dass sich die Fahrer nicht mehr so zurückhalten wie beim Saisonauftakt, als man noch nicht wusste, wie sich ein Rennen ohne Tankstopps entwickeln würde. Schumacher widerspricht: "Es wird so gefahren wie immer. Wenn du eine Chance kriegst, wirst du sie ergreifen. Keiner sagt sich: Das hebe ich mir für später auf. Wir wissen alle, wie schwer es ist zu Überholen."

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