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Schumi

Abwarten und Teetrinken

Foto: dpa

Für Michael Schumacher ist die Suche nach den verlorenen Sekunden längst zu einem Geduldsspiel geworden. Der Weltmeister ist auch vor dem Großen Preis von Kanada, den er bereits sieben Mal gewann, nicht besonders zuversichtlich.

10.06.2005

"Ich weiß nicht, wie lange das dauern wird. Aber dass wir das schaffen, da bin ich mir sicher", sagte der abgehängte Formel-1-Weltmeister vor dem
Großen Preis von Kanada am Sonntag (19.00 Uhr/Premiere und RTL). Auch vor den Überseerennen in Montreal und eine Woche später in Indianapolis ist der 36-Jährige skeptisch. "Es gibt jetzt nicht unbedingt einen großen Grund viel euphorischer zu sein als in den vergangenen Rennen. So viel hat sich bei uns auch nicht getan", sagte Schumacher.

Der Kerpener, der bei einem Familien-Urlaub Kraft tankte, glaubt dennoch an die Rückkehr auf die Siegerstraße noch in diesem Jahr. "Da bin ich mir sicher." Dass er bei dem Grand Prix auf der Ile Notre Dame im St.-Lorenz-Strom seiner Rekordliste eine neue Bestmarke hinzufügen kann, nämlich als erster Formel-1-Pilot einen Grand Prix zum achten Mal zu gewinnen, interessiert ihn eigentlich nur wenig: "Auf der anderen Seite: In der Situation, in der wir uns befinden, versuchen wir jeden Strohhalm zu nehmen, um die Hoffnung nicht schwinden zu lassen."

Vor dem achten von 19 Grand Prix' hat der Ferrari-Chefpilot als Achter der Fahrerwertung mit 16 Punkten bereits 43 Zähler Rückstand auf WM-Spitzenreiter Fernando Alonso, sein Teamkollege Rubens Barrichello (15) ist nur Zehnter. Seit acht Rennen ist Schumacher
ohne Sieg - eine Durststrecke, wie er sie in den neun Jahren bei der Scuderia noch nie erlebt hat. Im Konstrukteurs-Klassement ist das Ferrari-Team, das sechs Mal hintereinander den Titel holte, mit 31 Punkten auf Rang fünf abgestürzt. Der WM-Erste Renault hat schon 45 Zähler mehr.

Als größtes Problem in diesem Jahr hat sich für die Scuderia das Qualifying erwiesen. "Wenn wir einmal vorne stehen, werden die Rennen sicher anders verlaufen", meinte Ferrari-Direktor Jean Todt. "Ich bin zuversichtlich, dass wir bald in den ersten zwei Startreihen stehen werden, und dann könnte es ganz anders laufen." Lediglich in Bahrain
stand Schumacher in der ersten Reihe, schied dann im Rennen aber aus.

Ansonsten fanden sich er und Barrichello in der Startaufstellung meist im Mittelfeld oder ganz hinten wieder. Von dort nach ganz vorn zu fahren war bisher unmöglich. In Imola schaffte es Schumacher immerhin noch, von Startplatz 13 aus mit Rang zwei am Ende das beste Saisonergebnis zu erzielen.

Vor allem die Bridgestone-Reifen wurden als Ursache ausgemacht. Sie erwiesen sich im Rennen als zuverlässig, so dass Schumacher in Imola und in Monaco die schnellste Rennrunden fuhr. In der Qualifikation kommen sie aber nicht richtig auf Touren. «Die Regel, dass man im Qualifying und Rennen mit demselben Reifensatz bestreiten
muss, ist hart. Wir haben diese Regel ziemlich konservativ interpretiert, aber dafür bezahlen wir jetzt im Qualifying», sagte Todt. Barrichello glaubt: "Wir müssen die richtige Balance zwischen Qualifikation und Rennen finden."

Schumacher warnt allerdings davor, nur die Reifen als Ursache für die Krise anzusehen. "Die Formel 1 wird nicht durch eine spezifische Situation gewonnen oder verloren", sagte er. "Es sind immer Detailarbeiten. Es müssen immer Dinge ineinander greifen."

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