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Schumi-Affäre

Rennkommissar packt aus

Foto: dpa 83 Bilder

Joaquin Verdegay, einer der drei Rennkommissare in Monaco äußerte sich einen Tag nach dem Rennen im Fürstentum zur Park-Affäre von Michael Schumacher. Der Vizepräsident des spanischen Motorsportverbandes lässt keinen Zweifel daran, dass er die Version eines Fahrfehlers für erfunden hält.

30.05.2006 Markus Stier

Verdegay verteidigt die achtstündige Beratungsdauer, bevor das Urteil gefällt wurde: "Es war eine schwierige Entscheidung, denn wir konnten uns keinen Fehler leisten, der den Ruf eines Fahrers geschädigt hätte", sagte er gegenüber der "Gazetta dello Sport".

Was den Inhalt des Urteils betrifft, steht der Spanier weiterhin zu seiner Entscheidung: "Wir wissen nicht, ob die ganze Aktion so beabsichtigt war, aber Fakt ist, dass er während des kompletten Wochenendes kein ansatzweise ähnliches Manöver gezeigt hat. Er bremste um über 50 Prozent härter als in den Runden zuvor."

Joaquin Verdegay: "Unnötige und übertriebene Lenkbewegungen"

Das Genick brach dem Rekordweltmeister sein zweites Lenkmanöver in der Rascasse: "Er machte einige völlig unnötige und übertriebene Gegenlenkbewegungen. Das hat etwa fünf Meter gekostet, und so kam er nicht mehr um die Kurve", sagt Verdegay.

Was die Stewards nicht glauben konnten: "Er verlor die Kontrolle bei 16 km/h. Das ist absolut nicht nachvollziehbar. Dann starb der Motor ab, weil er es so wollte, indem er lange genug wartete, bis er die Kupplung betätigte. Auch die Entschuldigung, er habe wegen des Verkehrs den Rückwärtsgang nicht einlegen können, ergibt keinen Sinn."

Nur ein Unfall hätte Schumacher gerettet

Nach Meinung der Rennkommissare hätte allenfalls ein Einschlag in die Streckenbegrenzung die Aktion Schumachers glaubwürdig genug gemacht: "Wenn er das Auto beschädigt hätte, wäre der Fall möglicherweise als Fahrfehler gewertet worden. Aber so wie er dort geparkt hat, kann es nur mit Absicht geschehen sein."

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