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Schumi

"Bitte um Verständnis"

Foto: Daniel Reinhard 75 Bilder

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher will sich vor dem Großen Preis von Italien nicht mehr zu seinen Zukunftsplänen äußern. Der 37 Jahre alte Ferrari-Pilot bittet um Verständnis, dass er und sein Team sich voll und ganz auf das Traditionsrennen in Monza (10.9.) konzentrieren wollen.

04.09.2006

"Ich weiß natürlich, dass die Verkündung von Ferrari mit Spannung erwartet wird", schrieb Schumacher. "Wir haben in der vergangenen Woche bekannt gegeben, dass diese nach dem Rennen am Sonntag erfolgt, weil wir uns bestmöglich auf dieses wichtige Rennen konzentrieren wollen, und natürlich halte ich mich an unsere Absprache. Ich kann also nur um Verständnis dafür bitten, dass ich auf dieses Thema bis nächsten Sonntag nicht mehr eingehen möchte."

Beim Großen Preis der Türkei vor zwei Wochen in Istanbul hatte der siebenmalige Champion behauptet, er habe noch keine Entscheidung getroffen. Die Scuderia hatte in der vergangenen Woche angekündigt, unmittelbar nach dem Heim-Grand-Prix ihre Fahrerbesetzung für 2007 bekannt zu geben.

Titelkampf in den Hintergrund gedrängt

Seit Monaten wird auf eine Antwort von Schumacher auf die "Z-Frage" gewartet. Geht Schumacher am Ende seiner 16. Formel-1-Saison in Rennrente oder verlängert er seinen Vertrag bei Ferrari noch einmal? Als sicher gilt, dass der Finne Kimi Räikkönen 2007 von McLaren-Mercedes zu den Italienern wechselt. Sollte Schumacher noch ein oder zwei Jahre dranhängen, wäre dann für den Brasilianer Felipe Massa trotz zuletzt überzeugender Leistungen vorerst kein Platz mehr bei Ferrari. Der 25-Jährige hatte in Istanbul seinen ersten Formel-1-Sieg gefeiert.

Das Rätselraten um Schumachers Pläne drängt den Titelkampf mit dem Spanier Fernando Alonso vor dem 15. von 18 WM-Läufen beinahe in den Hintergrund. Vor dem Rennen in Monza kann der Kerpener (96 Punkte) bei zwölf Punkten Rückstand auf den Titelverteidiger und Renault-Fahrer (108) nicht mehr aus eigener Kraft seinen achten WM-Titel holen.

Michael Schumacher: "Nicht leicht, aber auch nicht unmöglich"

Zwölf Zähler Rückstand in vier Rennen aufzuholen, seien kein leichtes Unterfangen, "aber es ist auch alles andere als unmöglich", meinte Schumacher. "Die Taktik kann allerdings nur Attacke lauten. Wir müssen einen Rückstand aufholen, das geht nur, indem wir permanent Druck ausüben und immer wieder angreifen." Er sehe durchaus noch sehr gute Chancen, die WM noch zu drehen. "Da ist noch lange nichts entschieden, in vier Rennen kann noch sehr viel passieren. Ich denke, dass wir allen Grund haben, noch von beiden Titeln zu träumen."

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