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Schumi-Comeback

Schumacher konnte nicht Nein sagen

Michael Schumacher Foto: dpa

Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher konnte die Bitte des Ferrari-Rennstalls nach einem Comeback ins Cockpit als Ersatz für den verletzten Felipe Massa nach den Worten seines Managers Willi Weber nicht ablehnen.

30.07.2009

"Ferrari hat ihn gebeten, es zu machen, und er konnte nicht Nein sagen", sagte Weber dem
Berliner "Tagesspiegel". Er selbst habe Schumacher davon "eigentlich abgeraten".

"Das Problem ist die Erwartungshaltung der Menschen, wenn ein Schumacher wieder ins Auto steigt, dann wollen sie ihn siegen sehen", so Weber weiter. Schumacher habe sich dennoch für ein Comeback entschieden. "Er hat eine Riesenlust", sei "topfit und gut vorbereitet", so der Manager des Kerpeners.

Als "einziges Fragezeichen" für ein Comeback sieht Schumachers Sprecherin Sabine Kehm eine Verletzung des 40-jährigen  Rekordweltmeisters bei einem Motorradunfall Anfang des Jahres. "Der Nacken, das ist ein Risiko", sagte sie dem "Tagesspiegel". "Er muss natürlich noch gesundheitliche Checks machen."

Das Comeback wird mit Spannung erwartet

Das Comeback von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher als Ferrari-Pilot hat auch im Fahrerlager für Überraschungen gesorgt. "Ich denke, es ist für alle eine große
Überraschung und es wird viele Fans freuen, Michael in der Formel 1 wiederzusehen", sagte der deutsche WM-Kandidat Sebastian Vettel, der bisher noch nie in einem Formel-1-Rennen gegen Schumacher angetreten ist. Zugleich machte der Red-Bull-Pilot, der vom Boulevard gern als "Baby-Schumi" bezeichnet wird, deutlich, dass er sich durch den bevorstehenden Hype um Schumacher nicht vom eigenen Kurs abbringen lassen will.

"Nichtsdestotrotz geht es ganz normal weiter und wir müssen uns auf uns konzentrieren", sagte Vettel, nachdem Schumacher und auch sein Rennstall Ferrari am Mittwochabend bekanntgegeben hatten, dass sich der 40-Jährige auf ein Comeback beim Großen Preis von Europa am 23. August vorbereitet. Er soll den am Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn verunglückten Felipe Massa aus Brasilien ersetzen, bis dieser wieder einsatzbereit ist - möglicherweise bestreitet Schumacher also die restlichen sieben Saison-Rennen.

"Duelle gibt es jeden Sonntag, wenn um 14 Uhr nachmittags die Startlampen ausgehen, denn es tritt jeder gegen jeden an und der Beste gewinnt", meinte Vettel weiter. "Gegen wen man letzen Endes fährt, ist egal", so der 22-Jährige, der sich anschickt, in die riesigen Fußstapfen Schumachers zu treten und in seinem zweiten vollen Formel-1-Jahr bereits um den Titel kämpft.


Schumacher-Support von allen Seiten

Auch die Sportwelt freut sich über das angekündigte Comeback von Michael Schumacher in der Formel 1. "Michael ist DIE Formel 1. Die Legende kehrt zurück", wurde Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski vom 1. FC Köln am Donnerstag in der "Bild"-Zeitung zitiert. Er freue sich riesig, meinte Podolski weiter. Mut für ein erfolgreiches Comeback machte Box-Weltmeister Vitali Klitschko dem 40 Jahre alten siebenmaligen Weltmeister, der sein bis dato letztes Rennen am 22. Oktober 2006 in Sao Paulo bestritten hat. "Mit Sicherheit kann er erfolgreich zurückkommen. Ich habe ja auch bewiesen, dass man nach vier Jahren Pause als Weltmeister zurückkommen kann."

Respekt und Freude auch bei dem bisher zweimaligen Schwimm-Weltmeister von Rom, Paul Biedermann. "Ich kenne ihn persönlich, weil wir denselben Sponsor haben und sehe in ihm einen fabelhaften Sportler", meinte Biedermann. Er finde es "super", dass Schumacher den am vergangenen Samstag in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn schwer verunglückten Felipe Massa im Ferrari ersetzt und so das Team noch mal unterstützt, mit dem Schumacher von 2000 bis 2004 fünfmal in Serie Weltmeister wurde.

Auch der ehemalige Formel-1-Champion Jody Scheckter räumt Schumacher, der in seiner Karriere von 250 Grand-Prix-Rennen 91 gewonnen und Rekord um Rekord aufgestellt hat, Chancen ein, vorne mitzufahren. "Niki Lauda kam zurück und gewann die Weltmeisterschaft, also ist es nicht unmöglich", sagte er dem britischen Sender BBC. Schumacher habe es ja auch auf dem Motorrad versucht, was vermutlich verrückter sei. "Man muss sagen, er ist wahrscheinlich der Größte in der Formel 1 aller Zeiten, also denke ich, dass er ziemlich schnell konkurrenzfähig sein wird", meinte Scheckter. Schumacher sei "absolut Hardcore. Ob er 20 ist oder 40, macht keinen riesigen Unterschied", befand der ehemalige Teambesitzer Eddie Jordan.

Der Fußball-Kaiser wird wieder Formel 1 schauen

Dass Schumacher insbesondere in Deutschland das Interesse an der Formel 1 im Turbo-Tempo weiter steigen lassen wird, macht auch eine Aussage von "Fußball-Kaiser" Franz Beckenbauer deutlich. "Nachdem Michael Schumacher zurückgetreten ist, habe ich keine Formel 1 mehr angeschaut. Ab jetzt guck ich wieder jedes Rennen!", kündigte der Ehrenspielführer der deutschen Nationalmannschaft an.

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