Lauda kennt sich mit Formel 1-Comebacks aus. Er selbst feierte 1979 seinen Abschied und meldete sich zwei Saisons später fulminant mit dem dritten Titelgewinn zurück.
"Ich habe das zweite Rennen nach meinem Rücktritt gewonnen, aber Michael fährt nicht um die Meisterschaft", gibt Lauda gegenüber "formula1.com" zu Bedenken. "Ich kam zurück, weil ich gewinnen wollte, falls mein Comeback erfolgreich verlaufen würde. Für Michael ist es nicht mehr wie ein interessantes Experiment. Nur so lange wie Massa sich erholt."
Geht es nach Lauda, hat Schumacher seinen Rücktritt 2006 möglicherweise bereut. "Meiner Meinung nach, ist er 2006 zurückgetreten, weil er keine Herausforderung mehr sah", sagt Lauda. "Jetzt hat er die einmalige Gelegenheit für den verletzten Massa einzuspringen und seinem früheren Team zu helfen."
Verlangen nach Wettbewerb in der DNA eines Rennfahrers
Besonders interessiert ist Lauda an Schumachers Konkurrenzfähigkeit. Möglicherweise fährt er nach so einer langen Pause nur hinterher, möglicherweise kann er gewinnen. Entscheidend wird dabei auch Schumachers körperliche Verfassung sein.
"Er kann herausfinden, wie konkurrenzfähig er noch ist. Dieses Verlangen nach Wettbewerb - nach dem Adrenalin-Rausch - stirbt nie. Es ist in unserer DNA", meint Lauda. "Die Situation bei Ferrari mit einem sich erholenden Massa und einem freien Cockpit, gibt ihm die Möglichkeit zu schauen, wie weit er von der Spitze weg ist. Diese Frage beschäftigt einen Top-Fahrer wie ihn ständig."
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