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Schumi-Comeback?

Schumacher plant verrückte Dinge

Michael Schumacher Foto: dpa 13 Bilder

Michael Schumacher will sich auch in Zukunft "verrückte Dinge" nicht verbieten lassen und lehnt eine endgültige Absage an eine Formel-1-Rückkehr weiter ab. Das große Medieninteresse an seinem geplanten Comeback habe ihn stolz gemacht.

18.10.2009

Auch drei Jahre nach seinem Rücktritt ist Michael Schumacher immer noch ein gefragter Mann, der es in puncto Strahlkraft bei Fans und Medien locker mit den aktuellen F1-Piloten aufnehmen kann. Vielleicht erfüllt der Rekordchampion doch noch einmal die Wünsche seiner vielen Anhänger, und kehrt zurück ins Formel 1-Cockpit: "Ich plane kein Comeback, aber wer weiß, was alles passiert", sagte der 40-Jährige in einer Titelstory dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" (19.10.).

Schumacher will frei sein und genießen

"Bis Ende des Jahres wird meine Verletzung im Nacken so weit ausgeheilt sein, dass ich wieder fahren könnte", erklärte der Rekord-Weltmeister. Ein Halswirbelbruch nach einem Motorrad-Crash hatte im August seinen Einsatz als Vertreter für den verunglückten Ferrari-Piloten Felipe Massa verhindert. "Ja, ich beiße mir schon in den Hintern, dass mir das widerfahren ist", bekannte Schumacher.

Der Kerpener will trotzdem ein Grenzgänger bleiben. "Ich lebe. Ich will Spaß haben. Und dazu gehören verrückte Dinge", meinte der siebenmalige Champion, der in dem Interview ungewohnte Einblicke in sein Seelenleben als Rennfahrer und PS-Pensionär gewährt, über Schmerzen, Glücksgefühle und Leidenschaften spricht. Er wolle "frei sein und genießen", sagte Schumacher. Fallschirmsprünge sind ebenso Teil seines Unruhestands wie auch künftig Motorrad-Rennen. "Das Risiko halte ich für kalkulierbar, auch weiterhin", betonte er. Schumacher ist mit sich im Reinen. "Ich bin glücklich. Glücklich mit dem Leben, das ich jetzt führe. Aber wer weiß, was in ein paar Monaten ist oder in einem Jahr?"

Schumi genießt den Hype

Genau dieses kategorische "Vielleicht" lässt Ferrari und den Tifosi ihre kleine Hoffnung. "Wenn alles in Ordnung ist, warum sollten wir ihn nicht in einem unserer Autos sehen?", wiederholt Scuderia-Teamchef Stefano Domenicali beständig. Die Idee von einem dritten Ferrari für das kommende Formel-1-Jahr ist noch immer nicht ganz vom Tisch. Allerdings ist der Widerstand der konkurrierenden Teams groß.

Das enorme Echo der Öffentlichkeit, die emotionale Achterbahnfahrt der vergangenen Monate und sein gewandeltes Image halten wohl auch Schumacher von einem absoluten "Nein" ab. Als "sehr schön" habe er den Hype um seine Rückkehrpläne empfunden. "Weil es mich stolz gemacht hat. Und weil mir wahrscheinlich zum ersten Mal so richtig bewusst wurde, was ich für eine Wirkung habe und was für eine Position", sagte der 91-fache Grand-Prix-Sieger.

Schumacher fühlte sich ungeliebt

Spätestens seit dem Freundschaftsdienst für Ferrari und Massa wird Schumacher nicht mehr als kühler Rennroboter, sondern auch als verwundbarer Mensch wahrgenommen. Er habe sich in seiner Karriere manchmal "wie der Ungeliebte gefühlt", verriet er. Es habe ihn nun gewundert, "dass das plötzlich durch dieses Comeback alles ausgelöscht schien".

Dennoch bekräftigte Schumacher, er müsse niemandem mehr etwas beweisen. "Erst recht nicht mir selbst." Drei Jahre nach seinem Rücktritt am Saisonende 2006 werde er weder von Langeweile geplagt noch sei er auf der dringenden Suche nach einer neuen Aufgabe. "Ich muss nicht Rennleiter von Ferrari sein, um ein ausgefülltes Leben zu haben", sagte Schumacher, dessen Vertrag als Scuderia-Berater jüngst bis 2012 verlängert wurde. "Aber mir ist auch klargeworden, dass irgendwann etwas Neues kommen wird, ein neues Kapitel, dass ich Verantwortung übernehmen will. Irgendwann wird es so weit sein."

Blicken Sie in unserer großen Fotoshow noch einmal auf die Höhen und Tiefen einer langen und erfolgreichen Formel 1-Karriere!

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