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Schumi fährt GP2

Schumacher testet drei Tage in Jerez

Michael Schumacher Foto: dpa 13 Bilder

Update ++ Michael Schumacher wird von Dienstag bis Donnerstag (12.1. - 14.1.) seine ersten Testfahrten für sein Formel-1-Comeback bei Mercedes Grand Prix bestreiten. Allerdings wird der Rekordweltmeister seine ersten Runden nur in einem GP2-Boliden drehen.

11.01.2010

21 Tage nach der Bestätigung der Rückkehr von Michael Schumacher will der 41-Jährige auf dem Circuito de Jerez in Spanien am Steuer eines Rennwagens der Nachwuchsklasse GP2 wieder Gas geben. Wie der Mercedes-Rennstall und die GP2 in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärten, werden die ersten Testrunden in dem Monoposto zunächst unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden.

Erster Test seit sechs Monaten

Der Internationale Automobilverband FIA hatte den Einsatz Schumachers drei Wochen vor Beginn der offiziellen Formel-1-Testfahrten extra genehmigen müssen. Statt in seinem künftigen Dienstwagen, der gegen Ende des Monats vorgestellt werden dürfte, steigt der 250-malige Grand-Prix-Starter in einen 120 PS schwächeren GP2-Boliden.

Ob die dreitägige Versuchsfahrt ausreicht, um die Belastungen eines Formel 1-Boliden zu simulieren, ist fraglich. Die Kurvengeschwindigkeiten sowie die Verzögerungswerte eines F1-Renners sind ungleich höher. Schumacher selbst erklärte zwar unlängst, er sei wieder top-fit, endgültige Klarheit bringt aber wohl erst der Praxistest in einem Formel 1-Auto.

Seinen bislang letzten Test bestritt Schumacher am 31. Juli 2009 auf der Ferrari-Hausstrecke in Mugello. Nicht mal 48 Stunden nach seiner damaligen Erklärung, sich auf ein Comeback für den verunglückten Felipe Massa vorzubereiten, war Schumacher in einem zwei Jahre alten Ferrari-Gebrauchtwagen gefahren. Dabei hatten sich damals noch gesundheitliche Beschwerden nach seinem schweren Motorradunfall vom Februar ergeben.

Testarbeit für die GP2

Neben dem Fitnesstest für Schumacher und der Publicity für die GP2 soll bei der dreitägigen Session in Jerez auch konstruktiv am Rennauto gearbeitet werden. "Eines der Hauptziele wird sein, verschiedene Dämpfereinstellungen auszuprobieren, um neue Setups zu definieren. Diese sollen den GP2-Ingenieuren an den Rennwochenenden mehr Flexibilität bei der Setuparbeit geben. Daneben werden neue Komponenten, wie z.B. einen neue Kupplung, getestet, die später in diesem Jahr eingeführt werden soll", heißt es in einem offiziellen Statement.

Bruno Michel, der Cheforganisator der GP2-Serie ist begeistert vom prominenten Testpiloten: "Der Test markiert einen Meilenstein für die GP2. Es ist für uns eine Ehre und ein Privileg, den siebenfachen Weltmeister Michael Schumacher für uns zu haben, um bei der Entwicklung des Autos zu helfen. Michaels Beitrag und seine Ratschläge werden unbezahlbar sein."

Mercedes-Sportchef Norbert Haug freut sich über Testgelegenheit: "Die GP2-Organisation will technische Weiterentwicklungen testen, Michael möchte gerne nach so langer Zeit zur Vorbereitung der ersten Formel 1-Tests wieder in einem Monoposto fahren - da haben beide Interessenslagen gut zusammengepasst", erklärte der Schwabe. "Der Test stellt ein gewisses 'Warm-up', ein Aufwärmen, nach den paar Formel-1-Runden im Sommer in Mugello, dar."

Besuch in der Mercedes GP-Fabrik

Erst am vergangenen Donnerstag und Freitag war der Kerpener in den Schmieden seines neuen Rennstalls in Brackley und Brixworth. Zum Ziel hat sich der siebenmalige Champion und 91-fache Renngewinner Siege - und den WM-Titel gesetzt.

Und der Perfektionist fühlt sich bei Mercedes bereits pudelwohl. "Dies ist ein Weltmeister-Team, aber es wirkt in keinem Fall erfolgsverwöhnt; es wirkt im Gegenteil hungrig nach mehr!", erklärte er schon. Er sei "extrem positiv überrascht" von der Motivation, die ihm überall entgegen geschlagen sei. Und in Jerez erwarten Schumacher dann auch angenehme Temperaturen bis 20 Grad, allerdings ist Bewölkung und Regen am Abend angekündigt.

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