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Schumi-Faktor

F1-Quoten 2007 rückläufig

Foto: dpa 55 Bilder

Auch ein Spitzenwert von 12,95 Millionen Fans beim dramatischen Saisonfinale der Formel 1 hat den deutlichen Quotenrückgang für RTL im Jahr eins nach Michael Schumacher nicht verhindert.

22.10.2007

Der TV-Sender musste im Vergleich zu 2006 einen Verlust von 23 Prozent der Zuschauer hinnehmen. Im Schnitt verfolgten 5,9 Millionen die 17 Rennen. Das entspricht nach RTL-Angaben einem Marktanteil von 40,4 Prozent. Vor einen Jahr hatten durchschnittlich noch 7,62 Millionen Zuschauer die 18 Läufe um die Krone im Motorsport verfolgt.

Positive Bilanz beim Sender

Trotz des Rückgangs um 1,7 Millionen Fans pro Rennen und trotz der schlechtesten Formel 1-Quote seit 1995 (5,63 Millionen) zog RTL-Sportchef Manfred Loppe eine positive Bilanz. "Dass es in diesem Jahr einen vorübergehenden Zuschauerrückgang geben würde, war zu erwarten und von uns entsprechend einkalkuliert worden. Die Verluste haben sich jedoch als weitaus geringer erwiesen, als viele dies vor der Saison prophezeit hatten", sagte Loppe am Montag (22.10.).

Nach seinen Angaben hat sich die Formel 1 auch nach dem Rücktritt des siebenmaligen Weltmeisters Schumacher mit Zuschauerzahlen von knapp unter sechs Millionen als die neben dem Fußball populärste Sportart in Deutschland erwiesen. "Wir hatten uns für 2007 einen Marktanteil von annähernd 40 Prozent zum Ziel gesetzt. Den haben wir sogar leicht übertroffen", argumentierte der RTL-Sportchef. Sein Sender, der dieses Jahr knapp 106 Stunden Formel 1 zeigte, will auch in Zukunft die Rennen im Free TV zeigen. RTL ist sich im Prinzip mit Formel-1-Chef Bernie Ecclestone über einen neuen Vertrag einig.

Potenzial für das kommende Jahr

Hoffnung für die Zukunft schöpft Loppe aus dem spannenden WM-Finale am Sonntag. Der Große Preis von Brasilien erzielte mit 11,13 Millionen Zuschauern im Schnitt und 12,95 Millionen Fans bei der Zieldurchfahrt des neuen Weltmeisters Kimi Räikkönen den höchsten Wert des Jahres.

"Die starken Quoten sind ein eindrucksvoller Beleg für die ungebrochene Leidenschaft der Zuschauer für die Königsklasse und lassen das Potenzial für das kommende Jahr erahnen, in dem mit Nick Heidfeld und Nico Rosberg - je nachdem, in welchem Cockpit er sitzt - auch zwei deutsche Piloten um den WM-Titel mitfahren könnten", sagte der RTL-Sportchef.

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