Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Schumi

Hoffen auf den besseren Start

Foto: dpa

Die Ferrari-Strategen haben Angst, dass Giancarlo Fisichella beim Großen Preis von Spanien (14.5.) als Straßenblockade gegen Michael Schumacher eingesetzt wird. Nach verpatzter Qualifikation hofft das McLaren-Mercedes-Team auf mehr Tempo im Rennen.

13.05.2006 Markus Stier

Dass Giancarlo Fisichella in der Qualifikation nur sechs Hundertseltsekunden langsamer war als Fernando Alonso, ist für den Ferrari-Kommandostand der klare Beweis, dass der Italiener mit einem deutlich leichteren Auto ins Abschlusstraining geschickt wurde als sein Teamkollege, um in jedem Fall vor den Ferrari zu stehen. Die Roten befürchten, Fisichella könnte absichtlich das Tempo verschleppen, um Schumacher zu blocken und Alonso den Rücken frei zu halten.

Somit hofft Ferrari-Technik-Chef Ross Brawn, dass sein Schützling beim Start den zweiten Renault gleich niederringt. "Giancarlo steht auf der schmutzigen Seite der Strecke, was hier wirklich ein Nachteil ist", sagt Brawn.

We ist vor den Tankstopps der Schnellere?

Sollte es Schumacher gelingen, zumindest am Heck von Alonso zu bleiben, ist man bei Ferrari zuversichtlich. "Entscheidend wird sein, wer am Ende seines Stints die schnelleren Zeiten fahren kann", sagt Brawn und verweist auf die ausgezeichneten Dauerläufe seiner Fahrer in den freien Trainings.

Bei den Roten glaubt man, wie am Nürburgring einen Reifenvorteil zu haben. Angeblich hat Fernando Alonso im 3. Freien Training einen frischen Reifensatz mehr verbraucht als Michael Schumacher. Davon will Renault-Teamchef Flavio Briatore ebensowenig etwas wissen, wie von einer angeblich größeren Tankfüllung bei den Ferrari. "Alles Unsinn. Beide werden um die 16. oder 17. Runde zum Tanken kommen", sagt Briatore.

Wo blieben eigentlich die Anderen?

Während die Gelbblauen und die Roten sich große Hoffnungen auf den Sieg machen, herrscht bei den Silbernen Katzenjammer. Mit 1,4 Sekunden Rückstand fand sich Kimi Räikkönen als Neunter nur im Mittelfeld wieder. Juan Pablo Montoya erreichte als 13. nicht einmal die Runde der letzten Zehn. "Juan hat vier Zehntel auf Kimi verloren. Er muss sich selbst fragen, wo die geblieben sind", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Ihm bleibt nur die Hoffnung, dass seine Fahrer im Rennen besser aussehen: "Es kann ja nicht sein, dass unser Auto über Nacht eine Barracke geworden ist."

Hoffnung heißt auch das Prinzip bei Honda und Williams. Jenson Button versuchte ein leichtes Untersteuern an seinem Honda mit einem verstellten Frontflügel zu korrigieren. Die Folge: Noch schlimmeres Untersteuern. "Das war eine Katastrophe", schimpfte der Engländer, der sich als Achter ausnahmsweise hinter Teamkollege Rubens Barrichello anstellen muss.

Die Williams krankten an ihrem üblichen Problem: Für eine einzelne schnelle Runde nutzt das FW28-Chassis die Reifen nicht optimal. Wie üblich folgt aus den Startplätzen elf (Webber) und 13 (Rosberg) eine Rennstrategie mit reichlich Benzin an Bord.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden