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Niki Lauda zum Schumacher-Comeback

"Echter Kampf der Generationen"

GP2 Test Michael Schumacher Foto: GP2 Serie 13 Bilder

Das Comeback von Michael Schumacher beschäftigt auch seine ehemaligen Weggefährten. In unserer fünfteiligen Serie fragen wir Experten nach ihren Erwartungen zum Comeback. Niki Lauda glaubt, dass die junge Konkurrenz dank Schumacher extra motiviert antritt.

24.01.2010 Tobias Grüner

Niki Lauda zählt du den Formel 1-Piloten, die selbst ein Comeback gewagt haben. Der Österreicher war zwischen 1979 und 1982 insgesamt 867 Tage und 31 Grand Prix aus dem Geschäft. Seine zweite Karriere dauerte vier Jahre. Sie brachte ihm acht GP-Siege und 1984 den dritten WM-Titel. Für Lauda ist es "vollkommen logisch", dass Schumacher an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt.

Schumacher vom Rennsportvirus befallen

"Er ist vom Virus eines Top-Sportlers befallen. Das sind andere Menschen. Wer seine Leistung ein Leben lang auf den Prüfstand gestellt hat, kommt davon nicht so einfach los. Wer sich mit dem Leben danach nicht 110-prozentig beschäftigt, wird rückfällig. Michael konnte sich dem Rennsport nie richtig entziehen. Jetzt will er herausfinden, wie gut er noch ist. Der Neustart mit Mercedes beschleunigt das Verlangen zurückzukommen nur noch."

Schumacher hat sein Comeback auf drei Jahre ausgelegt. Lauda ist überzeugt, dass der Erfolg die Länge der zweiten Karriere bestimmen wird. "Je früher er kommen wird, umso eher wird er loslassen können. Dann ist die Frage beantwortet, die ihn quält." Mit den aktuellen Autos wird Schumacher kein Problem haben, prophezeit Lauda: "Der Michael ist siebenfacher Weltmeister. Er ist nicht irgendein Rennfahrer. Sein Niveau ist so hoch, dass er trotz Testbeschränkungen kein Problem haben wird, sich einzugewöhnen."

Rosberg sollte von Schumacher lernen

Nach Einschätzung des dreifachen Ex-Weltmeisters braucht Michael Schumacher höchstens drei Rennen, bis er wieder der Alte ist. "Die Grundausstattung ist gleich. Jetzt kommt gegen die Jungen noch die Erfahrung hinzu." Nico Rosberg gibt Lauda den Rat, nur auf seinen Speed zu achten und sich aus allen politischen Dingen rauszuhalten: "Wenn Nico gegen Schumacher gewinnt, ist er der König. Wenn er verliert, kann er was von ihm lernen. Ich würde an seiner Stelle Michael genau beobachten und mir die Dinge abschauen, von denen ich später profitieren kann."
 
Schumacher hat noch nicht einmal seinen guten Ruf zu verlieren. "Der fährt ja nicht für einen Heiligenschein. Er will gewinnen. Die Sensation, dass er sich wieder dem Wettbewerb stellt, überdeckt alles." Von Schumachers Comeback profitieren alle, urteilt der Mann mit dem Kapperl. "Was glaubt ihr, wie sich Alonso, Hamilton, Vettel und Button ins Zeug legen werden? Die wollen sich doch nicht nachsagen lassen, von einem alten Mann geschlagen worden zu sein. Wir erleben hier einen echten Kampf der Generationen."

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