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Kein Motorwechsel in Malaysia

Foto: dpa 8 Bilder

Ferraris Ingenieure halten einen zweiten Einsatz des Australien-Motors für die bessere Lösung als einen Motorenwechsel vor dem großen Hitzerennen in Malaysia (20.3.). Derweil schiebt die Sportbehörde FIA taktischen Motorwechseln künftig einen Riegel vor.

16.03.2005

Nachdem Beschwerden von Toyota kamen, weil beide BAR-Honda aus taktischen Gründen in Melbourne aufgaben, hat die FIA reagiert. Künftig will man in Paris eine gute technische Erklärung hören, warum ein Fahrer in der letzten Runde aufgibt und beim nächsten Rennen mit frischem Motor antreten will.

Doch mittlerweile sind sich die Honda-Techniker ohnehin nicht mehr sicher, ob es klug ist, mit einem neuen Zehnzylinder in Sepang - bei der größten Hitzeschlacht des Jahres - anzutreten und anschließend im warmen Bahrain dasselbe Aggregat verwenden zu müssen. Malaysia erwartet zum Grand Prix vom 18. bis 20. März das heißeste Wochenende des Jahres. Bisher lag der Rekord bei 42 Grad Celsius.

Australien-Motor kaum beansprucht

Aus den gleichen Bedenken entschied sich die Ferrari-Führung, bei Michael Schumacher nach dessen Ausfall in Australien nicht den Motor zu wechseln. Trotz des Kiesbett-Ausflugs scheint der Ferrari-V10 unversehrt. Zudem kamen die Ferrari-Strategen zu dem Schluss, dass der Australien-Motor kaum beansprucht wurde. Er hat nur 42 Rennrunden auf dem Buckel. Das stark belastende Abschlusstraining ließ Schumacher aus, ebenso das erste freie Training.

Der Unwille zum Wechsel hat noch einen weiteren Grund: Ferrari arbeitet mit Hochdruck an der Option, den neuen F2005 möglichweise schon in Bahrain einzusetzen. Technik-Chef Ross Brawn hat immer noch die Befürchtung, man könne mit dem modifizierten Gebrauchtwagen F2004M auf Abtrieb fordenden Strecken untergehen.

Gentlemen-Agreement über Bord geworfen

Über 1.700 Kilometer haben Luca Badoer und seine Testfahrerkollegen mit dem neuen Auto in Fiorano, Mugello und Jerez bisher abgespult. Dazu kommen knapp 600 Kilometer Rollversuche in Vairano. Ferrari warf Ende Februar sogar das Gentlemen-Agreement über Bord, nachdem in der Woche vor einem GP nicht getestet werden darf.

Die Testzeiten des F2005 sind bisher wenig ermutigend. Die Konkurrenz fuhr in den vergangenen Wochen zwei Sekunden schneller. Doch darüber scheint man sich in Maranello keine Sorgen zu machen. Angeblich spulen Badoer und Co. bisher nur Dauerläufe ab, um das Auto standfest zu machen. Das Tempobolzen soll erst am Dienstag (22.3.) nach dem Malaysia-GP beginnen, wenn Michael Schumacher in Mugello eintrifft. Rubens Barrichello muss später testen, bisher sind noch nicht genügend Chassis verfügbar.

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