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Schumi: Tipps für den kleinen Bruder

Michael Schumacher hat seinen Bruder Ralf bestärkt, nicht zu einem Hinterbänkler-Team der Formel 1 zu wechseln, sondern gegebenenfalls lieber die Karriere zu beenden.

"Ich weiß nicht, was seine Ambitionen sind, aber bevor er mit diesem Auto, ich weiß gar nicht wie es heißt, rumkriecht - das muss er sich nicht antun", sagte der vor über einem Jahr zurückgetretene Rekordweltmeister am Freitag (7.12.) bei den Testfahrten im spanischen Jerez.

Schlechter Jerez-Test

Bruder Ralf war einen Tag zuvor für den Spyker-Nachfolger Force India gefahren und hatte dabei die schlechteste Zeit aller 20 Piloten erzielt. Danach hatte der 32-Jährige zum ersten Mal sein Karriereende angedeutet. "Ich habe ihm persönlich vor langer Zeit gesagt, dass es so viele Dinge im Leben gibt, die Spaß machen", meinte nun Michael Schumacher, der sein Dasein als PS-Pensionär und Ferrari-Berater in vollsten Zügen genießt. Gedanken an ein Comeback verschwendet der 38-Jährige nicht. Wohl aber um Ralf: "Er könnte noch gute Resultate abliefern, aber er hat im Moment nicht die richtigen Optionen."

Denn nach seinem Weggang von Toyota nach drei sieglosen, aber mit 14 Millionen Dollar pro Jahr entlohnten Jahren, ist Ralf Schumacher ohne neuen Arbeitgeber. Der 1997 in die Motorsport-"Königsklasse" eingestiegene Kerpener, der sechs Grand-Prix gewann, seinen Traum vom WM-Titel aber nicht verwirklichen konnte, absolvierte die Testfahrt für Force India aus Freundschaft zu Besitzer Vijay Mallya.

"Es kann sein, dass das heute meine letzte Fahrt in einem Formel-1-Wagen war", hatte Ralf Schumacher danach gesagt. Bei einem vielversprechenden Projekt würde er mitmachen, andernfalls könne er aber auch zu Hause bleiben, sagte der Wahl-Salzburger, der seit dem 6. Juli 2003 ohne Sieg ist - und möglicherweise auch bleiben wird.

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dpa

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