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Schumi-Unfall auf der Skipiste

Schumachers Zustand stabil

Schumacher - Madonna di Campiglio 2006 Foto: Ferrari 153 Bilder

Michael Schumacher ist nach einem schweren Skiunfall im Krankenhaus von Grenoble notoperiert worden. Der 44-jährige Formel 1-Rekordchampion war am Sonntag (29.12.2013) auf einer Piste im französischen Meribel gestürzt und mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt.

30.12.2013 Tobias Grüner

Sabine Kehm, Schumachers Manager erklärte am Mittooch (1.1.2014): "Michael wird die ganze Zeit überwacht, sein Zustand war die ganze Nacht stabil. Es hat sich nichts verändert. Es ist zu früh, um weitere Details nennen zu können." Der 7-fache Weltmeister schwebt jedoch weiterhin in Lebensgefahr

Am Dienstag konnten die Ärzte eine leichte Verbesserung seines Zustands konstatieren. In einer zweiten zweistündigen Operation wurde ein Hämatom entfernt, es seien jedoch noch weitere Blutergüsse im Gehirn, so die behandelnden Ärzte. Schumacher liegt weiterhin im künstlichen Koma, eine Prognose konnte das Ärzteteam nicht abgeben. Jede Stunde die Schumi stabil bleibe, sei ein "Meilenstein", allerdings könne sich der Zustand eines Patienten auf der Intensivstation auch jederzeit wieder ändern.

Bereits am Sonntag Abend musste der F1-Star in Grenoble notoperiert werden - diese erste OP gelang ohne weitere Komplikationen. Auf einer Pressekonferenz am Montag (30.12.) bestätigten die behandelnden Ärzte, dass sie den Gesundheitszustand von Schumacher als "außerordentlich ernst" beurteilen. Schumacher liegt im künstlichen Koma, neben einem schweren Schädel-Hirn-Trauma mit Hirnblutung soll es auch zu einer Prellung des Gehirns gekommen sein.

Ärzte können keine Prognose abgeben

Marc Penaud, der stellvertretende Direktor des Universitätskrankenhauses in Grenoble (CHU), erklärte: "Ich kann nichts zu seinen Überlebenschancen sagen. Wir arbeiten ohne Unterlass, Tag und Nacht. Es ist zu früh zu prognostizieren, wie seine Überlebenschancen sind." Derzeit wird, wie es üblich ist bei diesen Verletzungen, die Körpertemperatur auf 34 bis 35 Grad gehalten. "Unser Ziel ist von nun an, alle Reizungen von außen zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass sein Gehirn trotzdem noch von Sauerstoff versorgt wird", hieß es weiter.

Ohne den Ski-Helm hätte Michael Schumacher nach Angaben der Ärzte "den Unfall mit hoher Geschwindigkeit" nicht überlebt. Bereits bei seiner Ankunft im Krankenhaus in Grenoble am Sonntag um 12.40 Uhr habe er im Koma gelegen. Schon am Unfallort war er fahrig und "nicht mehr 100 Prozent kontrolliert" gewesen, so die behandelnden Ärzte.

Schumacher-Zustand ernster als zunächst angenommen

Schon vor den offiziellen Informationen am späten Sonntagabend hatten sich die Meldungen in den lokalen französischer Medien verdichtet, dass der Gesundheitszustand von Schumacher ernster ist als zunächst angenommen.

Schumi wird vor Ort von Professor Gérard Saillant im Krankenhaus in Grenoble betreut. Der Pariser Spezialist für Traumatologie und Freund Schumachers hatte ihn bereits 1999 nach seinem Rennunfall in Silverstone operiert. Allerdings ist im offiziellen Communique des Krankenhauses nur der behandelnde Neuro-Chirurg Professor Chabardes aufgeführt, auf der Pressekonferenz trat Saillant auch nur als "Freund von Michael Schumacher" auf und gab keinerlei ärztliche Stellungnahmen ab.

Schumacher-Unfall um 11.07 Uhr

Wie es genau zu dem Unfall - offenbar abseits befestigter Pisten - kommen konnte, ist noch nicht geklärt. Sicher ist nur, dass Schumi am Sonntagvormittag in Begleitung seiner Familie in den französischen Alpen bei Meribel unterwegs war und dabei schwer verunglückte. Schumacher gilt als guter und erfahrener Skifahrer, wie er früher bei den jährlichen Alpen-Events von Ex-Arbeitgeber Ferrari öffentlich unter Beweis stellte.

Der Chef der Skistation von Meribel, Christophe Gernignon-Lecomte, erklärte gegenüber dem "Mirror", dass der Unfall um 11.07 Uhr passierte. Schumacher sei offenbar im Tiefschnee gestürzt und mit der rechten Kopfseite gegen einen Felsen geprallt. Hilfe kam schnell. Bereits weniger als 10 Minuten nach dem Sturz sollen die ersten Rettungskräfte vor Ort gewesen sein.

Anschließend wurde der F1-Star per Helikopter zuerst ins Krankenhaus nach Albertville, später dann in das Hospital von Grenoble geflogen. Übereinstimmend gaben Gernignon-Lecomte und Schumacher-Managerin Sabine Kehm an, dass keine weitere Person in den Unfall verwickelt gewesen war.

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