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Schumi verteidigt Williams und Toyota

Foto: dpa

Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat Williams-BMW und Toyota vor Betrugsvorwürfen in Schutz genommen und das Prozedere bei der Disqualifikation der beiden Teams nach dem Rennen in Montréal kritisiert.

18.06.2004

"Ich unterstelle niemandem in der Formel 1 absichtliche Regelverstöße. Wir arbeiten für Firmen, die ein Image haben. Da kann man nicht versuchen, mit illegalen Mitteln einen Wettbewerb zu beeinflussen. Das macht niemand», sagte der Ferrari-Pilot am Donnerstagabend (17.6.) in Indianapolis. «Ich sehe das als Unfall, der passieren kann."

Die Williams-BMW-Piloten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya sowie ihre Toyota-Kollegen Cristiano da Matta und Olivier Panis waren am vergangenen Sonntag nach dem Großen Preis von Kanada wegen regelwidriger Bremsbelüftungen an ihren Autos disqualifiziert worden. Er könne sich nicht vorstellen, dass die fehlerhafte Bremsbelüftung "einen Wettbewerbseinfluss hatte", sagte Michael Schumacher. "Für Ralf ist es schade, nach so einem tollen Rennen und einem tollen Resultat wieder aus der Wertung zu fliegen und die vollen Punkte aberkannt zu bekommen", zeigte der WM-Führende und Montréal-Sieger Mitleid mit seinem Bruder. Ralf Schumacher war auf den zweiten Platz gefahren.

Ralf Schumacher: "Wir werden nie betrügen"

Als Konsequenz aus der Entscheidung von Kanada schlug Michael Schumacher eine Regeländerung vor. Nach seiner Ansicht sollten Autos, die nach der Qualifikation von den technischen Kontrolleuren ohne Beanstandungen getestet wurden, auch nach dem Rennen nicht mehr aus der Wertung genommen werden dürfen. Schließlich könne nach der Qualifikation nichts an den Wagen verändert werden. Auch Ralf Schumacher betonte noch einmal: "Wir haben nie und werden nie betrügen. Es war keine Absicht."

Vor dem Großen Preis der USA am Sonntag (20.6.) wehrte sich Michael Schumacher auch gegen den Eindruck eines Überholverbots für seinen Teamkollegen Rubens Barrichello. Der Brasilianer hatte sich in Montréal mit dem Deutschen kurze Zeit ein Duell geliefert, den sechsmaligen Champion aber nicht überholen können. "Die ganze Diskussion, von wegen, dass der eine nicht darf und der andere darf alles, ist Schwachsinn", sagte Schumacher. "Wir kommen sehr gut miteinander aus. Er ist ein schneller Hund und ein guter Typ."

Ross Brawn: "Fahrer können tun, was sie wollen"

Der Südamerikaner ist der derzeit einzige, der Michael Schumacher gefährden kann. In der WM-Wertung liegt Schumacher mit 70 Punkte vor Barrichello (54) und BAR-Honda-Pilot Jenson Button (44). Barrichellos Überholversuche in Montréal seien daher normal gewesen, so Schumacher: "Er will ja auch gewinnen." Auch Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn wollte von einer Stallregie nichts wissen: "Die Anweisungen sind klar: sie rammen sich nicht gegenseitig von der Strecke, aber sie können tun, was sie wollen, solange es vernünftig ist."

Nach einem Kurzurlaub mit Freunden und Motorradfahren ist Michael Schumacher wieder voller Tatendrang. "Ich freue mich auf das Rennen, speziell nachdem wir ein gutes Resultat in Kanada herausgefahren haben", meinte er. Als stärkste Konkurrenten sieht der Rekordweltmeister BAR-Honda und Williams-BMW mit Bruder Ralf an der Spitze.

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