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Grosjean vs. Schumi

"Ein ganz normaler Rennunfall"

Romain Grosjean - GP Monaco 2012 Foto: xpb 57 Bilder

Viele wundern sich noch heute, dass Romain Grosjean nach seiner Rempelei beim Start zum GP Monaco gegen Michael Schumacher ohne Strafe davongekommen ist. Schumi wurde für eine Kollision in Barcelona fünf Startplätze zurückversetzt. Grosjean ist sich keiner Schuld bewusst: "Das war ein ganz normaler Rennunfall."

08.06.2012 Michael Schmidt

Sauber-Teammanager Beat Zehnder ist immer noch sauer. "Grosjean hätte eine Strafe verdient gehabt. Er ist gegen zwei Autos gefahren und hat am Ende noch unseren Kobayashi rausgeworfen. Wenn man Schumacher in Barcelona bestraft, warum kommt dann Grosjean einfach so davon?"

Diese Frage haben sich einige im Fahrerlager gestellt. Schumacher zuckt mit den Schultern: "Darüber mache ich mir keine Gedanken. Warum soll ich mich über Dinge ärgern, die in der Vergangenheit liegen und die ich sowieso nicht ändern kann."

Grosjean sieht keine Schuld bei sich

Nur Romain Grosjean kann keine Schuld an seinem Pingpong-Spiel bei 200 km/h erkennen. "Da waren vier Autos nebeneinander. Dafür ist in Monte Carlo kein Platz. Es war wie beim Autoscooter. Ich würde sagen, ein ganz normaler Rennunfall." Nur zu einer Selbstkritik lässt sich der in der Schweiz lebende Franzose herab: "Hätte ich einen besseren Start gehabt, wäre ich in diesen Schlamassel erst gar nicht hineingeraten."

Seiner Aussage nach wollte Grosjean dem Ferrari von Fernando Alonso nur ausweichen, und da sei er dem außen heranstürmenden Michael Schumacher in die Quere gekommen. "Ich habe ihn nicht gesehen." Stimmt nicht, behaupten seine Kritiker. Auf den TV-Aufnahmen von vorne sei klar zu sehen, dass Grosjean langsam immer weiter nach links zieht.

Wäre er auf dieser Linie weitergefahren, hätte er am Ende der Zielgeraden voll die Leitplanke getroffen, die dort einen abrupten Knick nach rechts macht. "Er muss wenigstens geahnt haben, dass Michael da war", glaubt Zehnder. Nico Rosberg hingegen würde Grosjean freisprechen: "Romain konnte nicht wissen, dass Michael links von ihm ist."

Vier Mal Feindberührung in der Anfangsphase

Beim Aufprall auf das rechte Vorderrad des Mercedes knickte am Lotus das linke Hinterrad ab. Der Silberpfeil schluckt die Berührung wie ein Panzer. "Das hängt vom Aufprallwinkel ab", winkt Grosjean ab. "Wenn es dumm läuft, kann eine harmlose Berührung großen Schaden anrichten. Es ist nicht immer so, dass unser Auto kaputtgeht." Falsch, Herr Grosjean. In Melbourne kam der Lotus-Pilot in der ersten Runde mit Pastor Maldonado ins Gehege. Der Williams konnte weiterfahren. Am Lotus war die Aufhängung krumm.

Auch auf die Frage, warum es in den ersten Runden so oft bei ihm kracht, nimmt es Grosjean mit der Antwort nicht ganz genau. "Was heißt hier oft? Es war doch nur drei Mal. Die Kollision mit Maldonado war nicht meine Schuld. Den Dreher in Michaels Auto in Malaysia nehme ich auf meine Kappe. Und Monaco war wie gesagt ein Rennunfall."

Einen Vorfall unterschlägt der GP2-Meister von 2011. In Barcelona schlitzte er Sergio Perez im Getümmel der ersten Kurve einen Reifen auf. Peter Sauber ärgert sich noch heute: "Der Kerl hat schon zwei von unseren Fahrern auf dem Gewissen."

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