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Schumi vs. Hamilton

Silberpfeil-Duell am Limit

Formula 1 Grand Prix, Italy, Sunday Race Foto: xpb.cc 54 Bilder

Das heiße Duell zwischen Lewis Hamilton und Michael Schumacher hat die Fans in Monza begeistert. Am Ende waren beide Piloten nicht ganz zufrieden mit dem Ausgang.

11.09.2011 Tobias Grüner

Zwei Weltmeister zeigten in Monza Rennsport auf höchstem Niveau. Michael Schumacher bewies dabei allen Zweiflern, dass er das Rennfahren noch längst nicht verlernt hat. Mit seinem Mercedes brachte er Lewis Hamilton 27 Runden lang zur Weißglut. Obwohl der McLaren deutlich schneller war.

Hamilton beschwert sich über Funk

Wie Teamchef Martin Whitmarsh bestätigte, beschwerte sich sein Pilot mehrmals über Funk, dass sich Schumacher unfair verteidige. "Das ist auch sein Job, falls die Stewards das nicht mitbekommen. Aber er blieb dabei stets ruhig."

Whitmarsh selbst war am Kommandostand dagegen nicht ganz so ruhig, als Schumacher eine Attacke nach der anderen abwehrte. "Ich fand, dass er sich sehr hart verteidigt hat. Die Rennleitung hat ihn ja auch zwei Mal verwarnt. Als Lewis über das Gras musste, hat uns das einen ziemlichen Strecken eingejagt."

Schumi "breit wie ein Laster"

Ross Brawn musste seinen Fahrer anweisen, nicht so oft die Spur zu wechseln, um Hamilton eine faire Chance zu geben. Die Kommissare beließen es aber bei einer Ermahnung. "Ich muss nicht zu den Stewards. Also scheint alles in Ordnung gewesen zu sein", grinste Schumacher nach dem Rennen.

"Wir sind zwei Fahrer, die immer ans Limit gehen", verteidigte sich der Rekordweltmeister. "Ich habe mein Auto breit wie einen Laster gemacht. Soweit wie ich es vertreten konnte. Aber es war klar, dass er mich irgendwann packen würde." Nach 27 Runden war der Kampf schließlich beendet. Auf der Anfahrt zur Ascari-Schikane ging der McLaren vorbei.

Hamilton verliert zwei Plätze

Hamilton selbst wollte sich vor den Mikrofonen nicht mehr kritisch über seinen Gegner äußern. "Es war okay. Ich bin vor ihm ins Ziel gekommen und habe ein paar Punkte gesammelt", blickte der Champion von 2008 die positiven Seiten. "Ich bin aber sicher nicht glücklich. Von Startplatz zwei auf Rang vier - das hatte ich mir anders ausgemalt."
 
Der Grund für die verzweifelten Attacken war schnell erklärt. "Ich war zu langsam auf der Geraden. Er war schneller obwohl ich das DRS aktiviert hatte", klagte Hamilton. Obwohl beide McLaren von der Getriebeübersetzung und vom Setup ähnlich unterwegs waren, hatte Teamkollege Jenson Button jedoch keine Probleme, die Schumi-Mauer zu durchbrechen.

Schumacher mal wieder mit Blitzstart

Dass der Rekordchampion überhaupt mit den beiden McLaren kämpfen konnte, verdankte er wieder einmal seinen Blitzstarts. In der ersten Runde schoss Schumi von Startplatz sieben auf vier. Als es nach der Safety-Car-Phase wieder losging, schnappte er sich auch noch Hamilton. Der Überrumpelte gab sich selbstkritisch: "Beim Restart habe ich gerade in den Rückspiegel geschaut, als der Zug vorne abging. Deshalb bin ich nicht in den Windschatten von Sebastian gekommen. Da habe ich etwas gepennt."

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