Narain Karthikeyan, Tiago Monteiro, Patrick Friesacher und Christijan Albers mussten vor dem ersten Saisonrennen beim Schuminator antreten. Der gab ihnen als Vertreter der Fahrer-Gewerkschaft GPDA die geltenden Verkehrsregeln unter Formel 1-Kollegen mit auf den Weg. Das Wichtigste in Kürze: "Fair Fahren, in den Spiegel gucken und auf keinen Fall in der Bremszone die Spur wechseln." Der Rest ist bekannt. Die Frischlinge hielten sich an die Regeln, nur der Weltmeister nicht, als er Nick Heidfeld den Weg abschnitt.
Bei der traditionellen GPDA-Sitzung an jedem Grand Prix-Freitag kam das Thema Heidfeld-Schumacher in Malaysia noch einmal zur Sprache. Dass es eine Schuld-Abstimmung gab, bei der alle gegen Schumacher stimmten, ist ebenso falsch, wie die Behauptung, der Ferrari-Star hätte seinen Fehler eingeräumt.
Schumi ohne Reaktion
Laut Bruder Ralf saß der ältere Schumacher reglos auf seinem Stuhl und starrte wortlos vor sich hin, während einige Kollegen die Frage stellten, ob das Gentlemens-Agreement, dass jeder Fahrer lediglich einmal die Spur wechseln darf, um seine Linie zu verteidigen, noch gelten soll. Die Mehrheit sprach sich dafür aus.
Pikantes Detail am Rande: die Rennleitung in Australien sah nach der Kollision zwischen Schumacher und Heidfeld gar keine Notwendigkeit, den Vorfall zu untersuchen. Es war Heidfeld, der auf einer Untersuchung der Schuldfrage bestand.





