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Schwänzt Schumi GPDA-Sitzung wegen Fußball?

Foto: dpa 83 Bilder

Update ++ Die Fahrer-Gewerkschaft GPDA rechnet am Freitag (9.6.) bei ihrer Sitzung nicht mit dem Erscheinen von Michael Schumacher. Der WM-Zweite sollte sich eigentlich zur Monaco-Affäre rechtfertigen, doch zeitgleich läuft das Länderspiel zwischen Deutschland und Costa Rica.

08.06.2006 Markus Stier

Fernando Alonso glaubt nicht, dass Michael Schumacher vor dem "Tribunal" der Fahrergewerkschaft GPDA zu ihrer turnusmäßigen Sitzung am Freitag (9.6.) erscheint. Der Grund ist nach Ansicht des Spaniers nicht Feigheit sondern Fußball: "Michael kommt gar nicht, weil doch da das Eröffnungsspiel läuft", sagt Alonso.

Tatsächlich ist für 16:30 Uhr britischer Zeit das Fahrerbriefing angesetzt, das im Allgemeinen nach einer halben Stunde beendet ist. Dann müsste sich Schumacher schwer beeilen, denn mit dem Ende der Sitzung wird in München das Spiel Deutschland gegen Costa Rica angepfiffen. Weltmeister Alonso ist zwar kein Fußball-Fan, wird aber möglicherweise ebenfalls die Gewerkschaftssitzung schwänzen. "Ich war die drei letzten Male auch nicht da", sagt der Tabellenführer lässig.

Fernando Alonso: "Versuche, kein Foul zu spielen"

Die Monaco-Affäre betrachtet Alonso im Rückspiegel gelassen: "Wir versuchen alle, Erfolg zu haben. Der eine macht es auf die eine, der andere auf die andere Weise. Ich versuche eben, so wenig wie möglich Foul zu spielen." Alonso glaubt, dass Schumacher mit der Verbannung in die letzte Startreihe ohnehin schwer gestraft war: "Wäre er aus einer der ersten beiden Reihen gestartet, hätte er gute Chancen gehabt zu gewinnen."

Formel-1-Pilot Nico Rosberg hat Rekordweltmeister Michael Schumacher nach dessen Straßensperr-Aktion in Monte Carlo für das Direktoren-Amt der Fahrervereinigung GPDA als "nicht mehr tragbar" bezeichnet. "Er ist jetzt nicht mehr glaubwürdig", sagte der Williams-Pilot am Donnerstag (8.6.) in Silverstone. Der Wiesbadener glaubt aber nicht, dass Schumacher bei dem GPDA-Treffen am Freitag Konsequenzen zu befürchten hat. "Es traut sich keiner, den Michael zur Rede zu stellen."

David Coulthard: "Bestrafung ist nicht unsere Aufgabe"

Der gleichen Meinung ist GPDA-Chef David Coulthard: "Es sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe, was einige Fahrer im Eifer des Gefechts in der Öffentlichkeit gesagt haben, und was sie Michael ins Gesicht sagen. Zudem ist es nicht unsere Aufgabe, Michael zu bestrafen. Das ist bereits geschehen. Unsere Aufgabe ist, über die Sicherheit an den Rennstrecken zu diskutirern."

Schumachers Erzrivale Jacques Villeneuve will nicht auf großer Flamme kochen: "Für mich ist es immer noch peinlich. Er sollte kein Direktor mehr sein, aber ich werde keinen Antrag stellen, um ihn abzuwählen, und ich glaube auch nicht, dass es jemand anderes tut." Nick Heidfeld möchte den Fall zu den Akten legen: "Für mich war es Absicht, er hat seine Strafe bekommen und damit gut."

Ralf Schumacher nimmt seinen Bruder in Schutz: "Wenn Michael sagt, es war keine Absicht, dann wird es wohl so gewesen sein." Der jüngere Schumacher geht gleich zum Konter über: "Wenn sich Herr Fisichella jetzt beschwert, der soll mal lieber in den Rückspiegel schauen." Die Abwahl seines Bruders aus dem GPDA-Direktorium findet Ralf Schumacher absurd: "Ohne Michael gäbe es die GPDA überhaupt nicht."

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