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Formel 1: Rosberg, Sutil & Co. in Australien

Schwarzer Tag für Team Deutschland

Timo Glock und Michael Schumacher Foto: xpb 49 Bilder

Für die sechs in Melbourne gestarteten deutschen Piloten lief das Rennen wenig erfolgreich. Nur die beiden Mercedes-Fahrer konnten ihr Punktekonto auf den Plätzen fünf und zehn aufstocken. Der Rest ging trotz guter Möglichkeiten leer aus.

28.03.2010

Adrian Sutil

Für Force India-Pilot Adrian Sutil war in Melbourne bereits nach sieben Runden Feierabend: "Ich hatte nach wenigen Runden schon Motorprobleme", berichtete der Force India-Pilot nach dem Rennen. "Das Triebwerk lief schlagartig nur noch auf vier Zylindern und verlor Leistung." Zwar lief der Starnberger noch die Box an, doch das Team stellte die Reparaturversuche nach wenigen Minuten ein.

"Das war natürlich eine Schande, denn wir lagen auf einem guten Kurs, um weit nach vorne zu fahren. Wir haben in Australien eine große Chance verpasst, das Punktekonto deutlich aufzustocken. Glücklicherweise konnte wenigstens mein Teamkollege Vitantonio Liuzzi drei WM-Punkte holen." Sutil verließ das Fahrerlager noch vor Rennende, um seinen Flug nach Lankawi anzutreten: "Ich werde dort drei Tage ausspannen und mich auf das Hitzerennen in Kuala Lumpur vorbereiten. Dort wollen wir wieder angreifen."

Nico Rosberg

Mercedes GP-Pilot Nico Rosberg belegte am Renntag in Melbourne Platz 5. Der Wiesbadener machte beim Start in der ersten Kurve eine Position gut und schob sich von Startplatz 6 auf 5 nach vorne. In Runde 8 wechselte Rosberg von Intermediate-Reifen auf die weichen Optionsreifen. Weil der Reifenverschleiß kritisch war, musste Rosberg in Runde 33 zum zweiten Mal zu einem Reifenwechsel die Boxen anlaufen.

Zwar fiel Rosberg zunächst auf Platz sieben zurück, profitierte aber gegen Rennende von dem Duell der Zweistopper Hamilton und Webber mit dem Einstopper Alonso. Dabei touchierten sich Hamilton und Webber, Rosberg schlüpfte durch und eroberte Rang 5. "Der fünfte Platz ist nach diesem turbulenten Rennen ein gutes Ergebnis. Auf der nassen Strecke startete ich schlecht, mein Speed war nicht besonders gut und ich hatte etwas Probleme mit den weicheren Reifen, die sich besonders hinten stark abnutzten. Deshalb entschieden wir uns zu einem zweiten Boxenstopp, um danach mit frischen Reifen einen Angriff auf die Spitzengruppe zu versuchen. Trotz des Reifenvorteils wäre das Überholen aber nicht einfach geworden. Dann half mir der Zwischenfall mit Lewis und Mark kurz vor Rennende - insgesamt ein positives Wochenende."

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenbergs GP Australien war nach 2,5 Kilometern zu Ende. Dann schlug der Sauber von Kamui Kobayashi wie ein Blitz in den Williams des Rheinländers ein. Was am TV-Schirm aussah wie Pearl Harbour, war aus Hülkenbergs Perspektive viel weniger aufregend: "Für mich war das nicht spektakulär. Der Sauber kam aus dem Nirgendwo mit 200 km/h dahergeflogen. Ich bekam einen Schlag gegen das Vorderrad und die Lenkung, und dann lag ich im Kiesbett."

Technikchef Sam Michael bestätigte, dass der Williams viel weniger Schaden genommen hat als Buemis Toro Rosso. "Die Lenkung und ein paar Querlenker der Vorderradaufhängung sind kaputt." Der Australier hakt Hülkenbergs unverschuldeten Crash als eine weitere Lektion im Lernprozess des Neulings ab: "Wenn du von Startplatz 15 aus ins Rennen gehst, musst du mit so etwas rechnen."

Im Nachhinein wird sich Hülkenberg geärgert haben, denn Rennen mit einer Ausfallquote von fast 50 Prozent gibt es selten. Eine gute Gelegenheit, Punkte zu holen, wurde verschenkt. Trotz der kurzen Fahrt waren die ersten Kilometer ziemlich hektisch. "Mit noch nicht richtig aufgewärmten Reifen auf feuchter Strecke mitten im Getümmel zu fahren ist ganz schön schwierig."

Timo Glock

Für Timo Glock war der GP Australien ein persönlicher Rekord. 41 Runden am Stück ist er mit seinem Virgin-Renner bislang noch nie gefahren. Und dann kämpfte er auch noch zwei Runden lang mit Michael Schumacher. "Er hat versucht mich auszubremsen, war ein bisschen spät dran, und ich bin wieder an ihm vorbei. Zwei Runden später musste ich ihn dann aber durchlassen."

Nach seinem Start aus der Boxengasse, der nötig geworden war, weil neue Tanks in die Autos eingebaut worden waren, fuhr Glock sein eigenes Rennen. "Vielleicht haben wir eine Runde zu spät auf Trockenreifen gewechselt, aber sonst lief es ganz gut. Zum Schluss habe ich sogar auf Kovalainen aufgeholt. Als wir gesehen haben, dass wir mit dem Benzin über die Distanz kommen würden, konnten wir wieder volle Leistung fahren."

Da stellt sich natürlich die Frage wie es möglich ist, dass ein VirginF1 ins Ziel hätte fahren können, wenn doch angeblich der Tank zu klein ist. Glock räumt ein: "Der Regen am Anfang und die SafetyCar-Phase haben uns beim Verbrauch geholfen." Ein neuer Defekt in einer langen Serie von technischen Pannen beendete die überraschend lange Fahrt des Deutschen. "Kurz vor der Boxeneinfahrt ist links hinten die Spurstange abgeschert. Offenbar hat sich vorher eine Befestigungsschraube gelöst." Trost für den Kämpfer Glock: "Es war eine deutliche Steigerung zum letzten Grand Prix."

Sebastian Vettel

Wie das Rennen von Sebastian Vettel lief, erfahren sie hier:

Sebastian Vettel exklusiv:"Wollte Rennen nur zu Ende fahren"

Michael Schumacher

Was Michael Schumacher zu seinem Rennen sagt, steht hier:

Michael Schumacher:Positives Fazit trotz schlechter Platzierung

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