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Sebastian Vettel angriffslustig

"Hoffentlich sieht Mercedes bald Rot"

Sebastian Vettel - Ferrari - GP Spanien 2015 - Barcelona - Donnerstag - 7.5.2015 Foto: xpb 125 Bilder

Ferrari hat für den GP Spanien 2015 ein großes Update-Paket im Gepäck. Die Italiener wollen in Barcelona Mercedes weiter unter Druck setzen – und wenn möglich gar überholen. Sebastian Vettel gibt sich angesichts der Neuteile an seinem SF15-T angriffslustig. Mit seiner eigenen Leistung geht er selbstkritisch um.

07.05.2015 Andreas Haupt

Ferrari hat die Kehrtwende zu 2014 geschafft. In den ersten vier Rennen sammelte die Scuderia vier Podestplätze. Dreimal mit Sebastian Vettel – darunter ein Sieg, einmal mit Kimi Räikkönen. Macht in der Fahrer-WM die Plätze drei und vier und in der Team-Meisterschaft die zweite Position.

Ferrari mit vielen Updates für Barcelona

Doch Ferrari will mehr. Das Ziel: an Mercedes vorbeiziehen. Für den GP Spanien 2015 mobilisierte die Scuderia daher alle Kräfte in der Technikabteilung. Das Ergebnis: In Barcelona schrauben die Mechaniker zahlreiche Upgrades an den SF15-T. Die Seitenkästen, Leitbleche, der Unterboden und Diffusor sind neu. "Wir haben einige neue Sachen dabei. Die Teile bedeuten eine große Veränderung, weil sie sehr großen Einfluss auf die Aerodynamik haben", sagt Vettel.

Zum Europa-Auftakt rüsten die Teams traditionell ihre Autos auf. Weil man in den ersten Rennen genügend verwertbare Daten zur Weiterentwicklung sammeln konnte, die Wege zwischen Fabrik und Strecke kürzer sind, und weil der Circuit de Barcelona-Catalunya mit seinen schnellen, mittelschnellen und langsamen Kurven die Autos besonders fordert. Vor allem von der aerodynamischen, aber auch der mechanischen Seite.

Mercedes im Blick

"Barcelona wird ein guter Gradmesser für unser Auto. Wir müssen die neuen Teile in den Trainings kennen und verstehen lernen. Aber wenn wir uns keine Verbesserung versprechen würden, hätten wir sie nicht dabei. Hoffentlich haben wir mehr Rundenzeit gefunden als die anderen – insbesondere Mercedes", erzählt der viermalige Weltmeister, der sich zugleich angriffslustig gibt: "Hoffentlich sieht Mercedes bald Rot."

Seine Rolle in der Weiterentwicklung des SF15-T will Vettel nicht überbewerten. Aber auch nicht unterschätzt wissen. "Ich designe keine Teile und schraube sie auch nicht ans Auto. Aber ich fühle die Veränderungen, die sie bewirken. Das Feedback an die Ingenieure ist sehr wichtig. Ich muss ihnen sagen, was gut am Auto ist und was schlecht."

Die Teams kennen die katalanische Bahn in und auswendig. Im Winter testete die Formel 1 an insgesamt acht Tagen. Allerdings unter kühleren Temperaturen. "In den Wintertests lief es gut für uns“, erinnert sich Vettel. "Kimi und ich haben uns im Auto wohlgefühlt. Die höheren Temperaturen an diesem Wochenende könnten sich aber auf das Fahrzeug auswirken."

"Man kann hier überholen"

Barcelona hat in den letzten zehn Jahren eine klare Statistik vorzuweisen. Acht Mal konnte der Polesetter auch das Rennen für sich entscheiden. Überholen ist trotz der langen Zielgerade und DRS kein einfaches Unterfangen. Weil es schwer fällt, dem Vordermann in der langgezogenen Rechtkurve auf Start-Ziel direkt zu folgen. Ändert sich dadurch die Herangehensweise im Sinne des Qualifyings? "Man kann hier schon überholen", meint der Ferrari-Pilot, der den GP Malaysia 2015 für sich entscheiden konnte. "Wir versuchen natürlich aber wie immer, soweit wie möglich im Qualifying vorne zu stehen."

In Bahrain erzielte der ehemaligen Red Bull sein bislang schwächstes Ergebnis für Ferrari. Im Wüstenrennen leistete sich Vettel ungewöhnliche Patzer. Auch drei Wochen nach dem Rennen bleibt er selbstkritisch. "Bahrain lief nicht 100 prozentig für uns. Wir haben nicht das Optimum herausgeholt. Wie ich schon vor drei Wochen gesagt habe: Ich habe einfach nicht in den besten Rhythmus gefunden. Und wenn ich Fehler mache, stehe ich dazu. Alles andere würde ja nichts bringen."

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